Home Allgemein Ergebnis Montagsfrage #25: Dofollow oder Nofollow Links auf Blogs – wie geht ihr damit um?

Ergebnis Montagsfrage #25: Dofollow oder Nofollow Links auf Blogs – wie geht ihr damit um?

by Diana
Heute gibt es mit etwas Verspätung endlich das Ergebnis der 25. Montagsfrage, bei der es um das Thema Nofollow und Dofollow Links auf Blogs ging. Ich wollte von euch erfahren wie ihr das mit den Dofollow Links und Nofollow Links auf eurem Blog handhabt und ob ihr euch mit diesem Thema überhaupt schon intensiver auseinandergesetzt habt. Das Ergebnis fand ich dieses Mal wieder sehr interessant und es fiel etwas anders aus als ich zuvor erwartet hatte! Insgesamt haben 96 Personen an der Umfrage teilgenommen und es gab wieder interessante Kommentare zum Thema. Vielen lieben Dank an alle Teilnehmer!

Montagsfrage #24
Dofollow oder Nofollow Links auf Blogs – Wie geht ihr damit um?

 

Dofollow oder Nofollow Links auf Blogs - Wie geht ihr damit um?

40% der Teilnehmer scheinen sich mit dem Thema Dofollow Links und Nofollow Links auf ihrem Blog schon intensiver auseinandergesetzt zu haben, denn sie gehen hier sehr selektiv vor und verlinken nur bestimmte Seiten Dofollow und Nofollow. Fast genauso viele Teilnehmer (39%) sagt die Thematik allerdings nichts. Nur 14% sagen, dass sie bewusst alle Links auf Dofollow setzen, während 7% auf ihrem Blog immer alles Nofollow verlinken.

 

Doch was sind Dofollow und Nofollow Links überhaupt?

Da ihr euch zu diesem Thema mehr Informationen gewünscht habt, versuche ich es kurz und knapp zusammenzufassen. Einen tollen und informativen Beitrag dazu findet ihr übrigens bei Neontrauma.

(Do-) Follow Links werden von Suchmaschinen zur Berechnung der Linkpopularität und des Rankings einer Webseite herangezogen. Das Ziel von Suchmaschinen ist es schließlich, den Nutzern hilfreiche und passende Suchergebnisse anzuzeigen und eine Seite scheint umso relevanter, je häufiger diese verlinkt wird. „Nofollow“ ist die Anweisung innerhalb des HTML-Codes, die Suchmaschinen sagt, dass dieser Link nicht zur Berechnung der Linkpopularität der Seite heranzogen werden soll (siehe auch Wikipedia). Die Nofollow Links zeichnen sich dadurch aus, dass im Attribut „rel“ ein „nofollow“ steht.

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So sieht z.B. ein normaler Link aus:  <a href=“https://www.ineedsunshine.de/“>I need sunshine</a>
Nofollow Link: <a href=“https://www.ineedsunshine.de/“ rel=“nofollow“>I need sunshine</a>

Markiert einfach mal einen Link in diesem Text und drückt die rechte Maustaste. Dort findet ihr die Funktion „Element untersuchen“. Dadurch könnt ihr sehen, ob bei einem Link „nofollow“ gesetzt wurde. Wenn nicht, handelt es sich automatisch um einen Dofollow Link. In diesem Beitrag gibt es übrigens nur „Dofollow“ Links, also Links ohne „rel = nofollow“. Oder ihr schaut euch einfach den Seitenquelltext einer Seite an und sucht per STRG+F nach dem entsprechenden Link.

Doch wozu die Unterscheidung? Je mehr Links auf eine Seite verweisen und je höher das Gewicht der verlinkenden Seiten, umso höher ist der PageRank und je eher wird die Seite in den Google Ergebnissen ganz oben angezeigt. Das wollen natürlich auch viele Onlineshops und Unternehmen für sich nutzen, denn je weiter oben sie in den Google Suchergebnissen angezeigt werden, umso höher ihr Umsatz. Dadurch entstand ein reges Geschäft aus gekauften Backlinks. Ob der Link nun mit Geld oder mit gesponserten Produkten „gekauft“ wurde, ist hierbei egal. Blogger bekamen also Geld oder Produkte als Gegenleistung für eine Verlinkung und die Firmen eine gute Google-Platzierung. Das ist Google natürlich nicht recht, denn Google möchte seinen Nutzern sinnvolle Sucheregbnisse mit hilfreichem Inhalt bieten und keine künstlich durch Linktausch oder Linkkauf erzeugten Platzierungen. Damit verstößt man also gegen die Richtlinien für Webmaster von Google und kann abgestraft werden. Im schlimmsten Fall wird die Seite aus dem Google Index und damit den Sucheregebnissen ausgeschlossen. Wenn ihr eure Blogstatistik zum Beispiel über Google Analytics anschaut, dann seht ihr, wie viele Aufrufe euer Blog alleine über Google Sucheregebnisse bekommt. Durch einen Ausschluss aus dem Google Suchindex verliert man also schlimmstensfalls eine Menge Leser.

Da ich immer wieder lese, dass es rechtlich verboten sei, bezahlte Dofollow Links zu setzen: das ist nicht der Fall. Dem Gesetz ist nur wichtig, dass es auf eurem Blog keine Schleichwerbung gibt. Da bezahlte Dofollow Links aber von Firmen kommen, die ihren PageRank verbessern wollen, werden diese euch davon zu überzeugen versuchen, auf eine Kennzeichnung des Blogbeitrages als „Sponsored“, „Kooperationsartikel“ etc. zu verzichten. Denn sonst wird Google auf den Linkkauf aufmerksam und das Ganze geht nach hinten los. Ich habe zwar schon von Firmen gehört, dass das Ganze nicht so schlimm sei, denn O-Ton „Wo kein Kläger, da kein Richter“, aber ich würde mich nicht freiwillig auf gesetzliches Glatteis wagen und eine Abmahnung riskieren.

Das ist natürlich alles sehr vereinfacht dargestellt. Ihr findet aber jede Menge Beiträge zu dem Thema, wenn ihr danach sucht. Hier noch einige hilfreiche Artikel:

 

 
Ausgewählte Kommentare zur Montagsfrage

In euren Kommentaren zur Montagsfrage wurde deutlich, dass beim Thema Dofollow und Nofollow Links noch sehr viel Unsicherheit herrscht. Das Thema wird aber als wichtig erachtet und viele wünschen sich, dass hier mehr Aufklärung stattfindet.

So hat zum Beispiel Gwen schon viel über dieses Thema gelesen und findet es wichtig, dass darüber gesprochen wird. Sie hatte schon einige Anfragen, bei denen entweder Dofollow ohne Kennzeichnung oder gegen eine geringe Bezahlung gefordert wurde. Sie habe dies alles abgelehnt, da sie glücklicherweise die Infos hatte was erlaubt sei und was nicht.

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Kommentar von Gwenstical

Annkathrin Hana Mond schreibt, dass sie auf ihrem Blog alle Links auf Dofollow belässt, da auf ihrem Blog nichts gesponsert sei. Auch ihr sei die Thematik schon bekannt und sollte sich ein Sponsoring ergeben, würde sie die Links auf Nofollow setzen.

Kommentar von Annkathrin Hana Mond

Akitojya verlinkt nur in bestimmten Fällen Nofollow oder Dofollow. Andere Blogs oder Unternehmen, von denen sie sich die Produkte selbst gekauft habe, verlinke sie immer Dofollow. Alles andere und vor allem gesponserte Produkte verlinke sie immer Nofollow. Sie findet, dass einige Unternehmen versuchen die Blogger als „blöd“ zu verkaufen, indem sie ständig Dofollow-Links verlangen.

Kommentar von akitoyja

Doch nicht alle Blogger (39% der Teilnehmer) kennen sich bei diesem Thema so gut aus. So schreibt zum Beispiel ratternderuby, dass sie keine Ahnung habe, was das überhaupt bedeute. Sie habe zwar schon davon gehört, aber sich höchstens darüber gewundert, was damit gemeint sei. Da sie aber auch nichts gesponsert bekomme, seien ihre Verlinkungen alle freiwillig und daher ist das Thema für sie auch nicht relevant.

Kommentar von ratternderuby

 

Seid ihr vom Ergebnis überrascht oder hattet ihr damit gerechnet? Vielen lieben Dank nochmal an alle Teilnehmer! Am Montag, den 1. September, gibt es die neue Montagsfrage. Vorschläge dürfen wie immer eingereicht werden!
14 comments

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14 comments

Pasadena85 11. August 2014 - 23:05

hm hatte ich noch nie von gehört.
versteh das ganze aber auch noch nicht so ganz.
Beispiel: angenommen ich teste über eine Testplattform ein Produkt, z.B. Schokolade und ich schreib nen Post darüber und verlinke darin die Webseite des Herstellers, dann kann Google hergehen und sagen "Nö, so nicht", und ich bekomme dann Ärger ?
ob ich mit meinem Blog aus dem Suchindex verschwinde ist mir eigentlich egal, Leser finden auch so zu mir, solange mir weiter keine Strafe droht …?

Reply
Sophia B 12. August 2014 - 10:43

Du bekommst dann keinen Ärger in dem Sinne. Stells dir so vor, dass du mit einem Dofollow Link etwas von dem Wert deiner Seite an die verlinkte Seite abgibst. Das heißt, die verlinkte Seite wird bei Google immer weiter vorne angezeigt und du immer weiter hinten – ganz grob gesagt 🙂

Hoffe, das hilft dir weiter!

Reply
Pasadena85 12. August 2014 - 11:41

ja, das ist eine gute Erklärung, dank dir 🙂

Reply
Ida 12. August 2014 - 10:12

Also ich halte es wie Akitojya. Ihren Kommentar würde ich so unterschreiben. 😉
Ich finde es schade und etwas bedenklich, dass viele von dem Thema noch nie etwas gehört haben und sich damit nicht auseinandersetzen. Beiträge wie deine Montagsfrage sind ja sicher wichtig und richtig. 🙂

Reply
Sophia B 12. August 2014 - 10:44

Mich überrascht das Ergebnis nur in dem Sinne, dass tatsächlich so viele sich mit dem Thema auskennen – finde ich super!!

Reply
Dia von Changiereffekt 12. August 2014 - 21:44

Ich bin eher überrascht, dass so vielen das Thema nichts sagt. Ich empfand es als doch relativ populär in den Blogbeiträgen der letzten Wochen; es war fast schon ein Hype :D. Aber ich finde es gut, dass dahingehend auch mal "aufgeklärt" wird wie z.B. in dem Beitrag von Anne aka Neontrauma.

Reply
eléna 13. August 2014 - 8:42

Ich muss gestehen, dass ich mich mit dem Thema noch nie auseinandergesetzt hab und auch nicht wirklich einen Ahnung hatte, was das sein soll 😀

Reply
Cori xy 13. August 2014 - 12:50

Danke.
Habe mich in den letzten zwei Tagen mal durch alles durchgelesen was ich zu diesem Thema finden konnte.
Bin ganz frisch am Bloggen, und hatte noch nie davon gehört.
Es ist wichtig solche Sachen zu wissen und toll von dir, dass du solche Themen diskutierst!
Liebe Grüße!

Reply
Diana 14. August 2014 - 14:52

Das freut mich sehr, dass dir mein Beitrag gefällt 🙂 Ich finde es auch wichtig, über solche Themen zu berichten.

Reply
Rauschgiftengel 14. August 2014 - 9:04

Das ist ja eine sehr interessante Umfrage, ich hätte erwartet, dass der Teil der "Unwissenden" unter uns Bloggern geringer ist, viel geringer sogar. Gerade jetzt wo das Thema an allen möglichen Stellen aufgegriffen und durchgekaut wird. Vielleicht ändert sich das (zumindest bei den Bloggern die hier abgestimmt haben) nach deinem Beitrag ja, ich werde ihn auf jeden Fall die Tage mal bei FB teilen! 🙂

LG, Amelie

Reply
Diana 14. August 2014 - 14:53

Würde mich natürlich freuen, wenn mein Beitrag etwas zur Aufklärung beitragen konnte 😉 Danke, dass du diesen sogar teilen möchtest 🙂

Reply
Anni 14. August 2014 - 14:30

Salut zusammen 🙂

Ich habe vor einigen Monaten die erste Kollaborationsanfrage bekommen und bevor ich etwas eingegangen bin habe ich mich natürlich informiert und dementsprechend auf die legalen Schwierigkeiten im Vertrag aufmerksam gemacht. Danach waren die Agenturen oder Marketing-Mitarbeiter immer sehr kurz angebunden und es hieß

"In diesem Fall kommt eine Zusammenarbeit leider nicht in Frage."

Daher meine Frage: "Da ich immer wieder lese, dass es rechtlich verboten sei, bezahlte Dofollow Links zu setzen: das ist nicht der Fall."

Kannst du deine Aussage bitte mit einem Paragraph oder einer rechtlichen Grundlage belegen? 🙂

Denn hier steht was anderes: https://support.google.com/webmasters/answer/66356?hl=de&rd=1

Ich möchte hier niemanden angreifen, ich hätte nur gerne mal Klarheit über das Thema.

Liebe Grüße, Anni 🙂

Reply
Diana 14. August 2014 - 14:47

Ich glaube du verwechselst da etwas. Den Google Webmaster Beitrag habe ich ja sogar oben verlinkt. Google ist aber nicht das Gesetz 😉 Google ist eine Suchmaschine, die ohne Zweifel sehr wichtig für deinen Blog ist, damit du auch über Google gefunden wirst und Besucher bekommst. Wo das Gesetz ins Spiel kommt ist bei der Sache mit der Schleichwerbung (Paragraph 6 des Telemediengesetzes). Du kannst so viele Dofollow Links setzen wie du möchtest. Sobald du dafür aber eine Gegenleistung erhältst (Produkte, Gutscheine, Geld), musst du diesen Blogbeitrag als Kooperationsartikel kennzeichnen. Sonst handelt es sich um Schleichwerbung und das ist gesetzlich verboten. Leider wollen diese Linkkauf Firmen meist keine Kennzeichnung, denn sonst wird ja Google auf den Linkkauf aufmerksam (siehe deine verlinkte Seite zu den Google Webmaster Richtlinien), und damit wäre ja das ganze Prinzip des Linkkaufs im Eimer. Statt einer Steigerung des Pageranks käme es dann zu einer Abstrafung durch Google.

Ich hoffe meine Antwort konnte dir weiterhelfen? 🙂

Reply
Anni 15. August 2014 - 20:08

Hallo Diana, danke für deine Antwort. Jetzt habe ich es endlich ganz und gar verstanden 😉

Viele liebe Grüße aus Bielefeld, Anni

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