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Gärtnern mit Kindern: Ideen und Tipps für einfache Gartenprojekte

by Diana
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Gärtnern mit Kindern Ideen und Tipps

Anzeige* Gärtnern mit Kindern ist nicht nur pädagogisch wertvoll, sondern macht auch richtig viel Spaß. Doch auch wenn ich es mir die letzten Jahre immer vorgenommen habe, umgesetzt haben wir es nie. Dabei müsste mir die Gartenarbeit eigentlich im Blut liegen, denn meine Eltern haben schon immer selbst Obst und Gemüse angebaut. Als Kind habe ich es geliebt auf Kirschbäume zu klettern, habe Tomaten und Erbsenschoten vom Strauch gepflückt und Erdbeeren direkt beim Ernten vernascht. Doch all die Jahre, in denen ich nun in meinem eigenen Haus mit Garten wohne, habe ich mich erfolgreich vor der Gartenarbeit gedrückt.

Dabei habe ich diese schöne Vorstellung davon, wie ich zusammen mit meiner Tochter ein paar Gemüsepflanzen anbaue. Nicht nur, weil es viel besser schmeckt als das Gemüse aus dem Supermarkt, sondern weil Gärtnern unsere Kinder ganz viel über die Natur und deren Kreisläufe und über gesunde Ernährung lehrt. Auf AOK-erleben.de könnt ihr nachlesen, dass frisches Gemüse aus dem eigenen Garten eine richtige Nährstoffbombe ist. Dieses Jahr wollte ich es endlich wagen und mit meiner Tochter gemeinsam etwas im Garten anpflanzen.

Warum wir mit unseren Kindern gemeinsam gärtnern sollten

Projekt Gärtnern mit Kindern Tipps

Projekt Gärtnern mit Kindern: Tipps und Ideen

Auch wer wie ich ein absoluter Garten-Anfänger ist: Es lohnt sich, über seinen eigenen Schatten zu springen und einfach loszulegen! Selbst wenn die ersten Plänzchen nicht überleben werden oder die Ernte nicht besonders ertragreich sein wird, unsere Kinder profitieren trotzdem von der gemeinsamen Gartenarbeit.

Immer wieder hört man, dass Gärtnern mit Kindern pädagogisch wertvoll ist. Doch warum eigentlich? Im Folgenden gehe ich kurz auf diese Vorteile ein, die die Gartenarbeit mit Kindern ganz nebenbei mit sich bringt:

  • Beim Gärtnern trainieren Kinder Geduld und Ausdauer
  • Kinder lernen spielerisch etwas über die Natur und deren Kreisläufe
  • Gemeinsame Gartenprojekte stärken den Familienzusammenhalt
  • Kinder lernen, Verantwortung zu übernehmen

Unsere Kinder können bei der Gartenarbeit spielerisch ganz viel über die Natur und deren Kreisläufe lernen. Dass aus einem Samen eine Pflanze wächst, dass Pflanzen Wasser und gute Erde zum Gedeihen brauchen, dass Regenwürmer nützlich sind und dass es manchmal ganz schön lange dauern kann, bis man das Obst und Gemüse ernten kann. So üben sie sich nebenbei in Ausdauer und Geduld und lernen, dass es sich lohnt, dran zu bleiben und nicht vorschnell aufzugeben.

Mit Kindern gärtnern

Mit Kindern gärtnern

Ich finde es wichtig, dass Kinder lernen, wo das Obst und Gemüse aus dem Supermarkt eigentlich herkommt. Dass Erdbeeren eben nicht auf dem Baum wachsen oder Gurken unter der Erde gedeihen. Viel schöner ist es doch, wenn das Wissen nicht nur aus Büchern oder Filmen stammt, sondern wenn Kinder etwas selbst erleben dürfen. Wer beobachten und staunen darf, merkt sich Dinge viel besser. Kinder sind von Natur aus neugierig und das Gärtnern mit Kindern ist deshalb ideal, um ihnen spielerisch die Natur und den Wechsel der Jahreszeiten näher zu bringen.

Gemeinsame Gartenprojekte sind zudem super, um den Zusammenhalt in der Familie zu stärken. Wir verbringen Zeit miteinander, planen etwas und setzen es dann gemeinsam um. Und wenn mal etwas nicht so klappt, wie wir es uns vorgenommen haben, lernen wir daraus und machen es beim nächsten Versuch eben anders.

Gärtnern mit Kindern: Ideen und Tipps für einfache Gartenprojekte mit Kindern

Ich habe für euch für das Gärtnern mit Kindern Ideen und Tipps zusammengestellt, die euch inspirieren sollen und sich spielend leicht umsetzen lassen. Denkt daran: Es kommt nicht auf eine ertragreiche Ernte an. Vielmehr steht der Spaß im Vordergrund und die gemeinsam verbrachte Zeit.

1) Kinder mitbestimmen lassen

Kinder freuen sich, wenn sie mitbestimmen können. Deshalb haben wir unser kleines Gartenprojekt gemeinsam geplant. Was soll angebaut werden? Wo könnte der ideale Standort sein? Es lohnt sich mit den Kindern gemeinsam eine Wunschliste zu erstellen, welche Kräuter, Gemüsepflanzen oder Blumen angepflanzt werden können. Für den Anfang sollte man aber klein anfangen. Wir haben uns für zwei Sorten entschieden und Gurken und Tomaten angebaut, weil diese zum Lieblingsgemüse meiner Tochter zählen.

2) Schnelle Erfolge mit schnell wachsenden Pflanzen

Welche Pflanzen sind für das Gärtnern mit Kindern geeignet? Kinder sind meist ungeduldig und die Zeit bis zur Ernte kann sich für sie wie eine Ewigkeit anfühlen. Wer eine schnelle Ernte erzielen möchte, greift deshalb zu schnell wachsenden und pflegeleichten Sorten wie Kresse, Pflücksalat oder Radieschen. Schon nach vier bis sechs Wochen können die ersten Radieschen aus der Erde gezogen werden. Auch Kräuter oder Sonnenblumen eignen sich super. Statt Samen auszusäen, kann man auch auf Jungpflanzen zurückgreifen.

Gärtnern mit Kindern pädagogisch wertvoll

Gartenprojekt für Kinder: Gartentagebuch führen

Mit Kindern gärtnern

Einfache Gartenaufgaben für kleine Kinder

3) Der Spaß steht im Vordergrund

Gartenarbeit kann ganz schön anstrengend sein. Doch beim Gärtnern mit Kindern sollte der Spaß im Vordergrund stehen. Sonst vergeht die Lust an der Gartenarbeit schneller als einem lieb ist oder bevor überhaupt die ersten Früchte geerntet werden können. Deshalb übernehme ich auch gerne das regelmäßige Gießen und Düngen, damit die Pflanzen nicht eingehen. Meine Tochter hilft dann ab und zu mit oder übernimmt spannendere Aufgaben wie zum Beispiel das Ernten.

4) Die Gartenarbeit ganzheitlich betrachten

Es lohnt sich, die Gartenarbeit ganzheitlich zu betrachten. Das macht das Ganze noch spannender und lehrreicher für Kinder. Dazu gehört auch, dass wir aus der Ernte leckere Rezepte zubereiten. Und einen Lebensraum für Tiere schaffen. Es ist für Kinder wichtig zu verstehen, dass es nicht nur Schädlinge, sondern auch viele nützliche Tierarten gibt.

In einem tierfreundlichen Garten oder auf dem Balkon mit allerlei Blumen gibt es viel zu entdecken. Und wir verwenden natürlich auch nur ungiftige und natürliche Dünge- und Pflanzenschutzmittel. Hier könnt ihr nachlesen, warum zum Beispiel Kaffeesatz ein tolles Düngemittel ist, welches gleichzeitig Schnecken fern hält.

5) Ein Gartentagebuch führen

Wir beobachten die Bienen und Schmetterlinge, die den Nektar aus den Blütenkelchen saugen, freuen uns über Regenwürmer, die den Boden auflockern und halten unsere Beobachtungen und Erkenntnisse in einem Gartentagebuch fest. Dort können wir auch Zeichnungen, Fotos oder getrockene Blätter und Blüten einkleben.

Mit Kindern gärtnern

Einfache Gartenaufgaben für kleine Kinder

Lavendel anbauen mit Kindern

Gartenprojekt mit Kindern: Lavendel anbauen

Gemüse anpflanzen mit Kindern Tipps

Gemüse anpflanzen mit Kindern

Gurken anpflanzen Gartenarbeit mit Kindern

Mit Kindern Gurken anpflanzen im Garten

6) Altersgerechte Aufgaben

Auch kleine Kinder finden das Gärtnern spannend! Am Anfang steht noch das Beobachten im Vordergrund. Kleine Kinder freuen sich, wenn sie mithelfen und gemeinsam mit den Eltern werkeln dürfen. Sie können beim Gießen mit einer kleinen Kindergießkanne oder beim Ernten helfen.

Wenn die Kinder älter werden, können sie immer mehr Verantwortung übernehmen. Wie wäre es mit einem eigenen, kleinen Kinderhochbeet oder einem Blumenkasten, für welches das Kind ganz alleine verantwortlich ist? Natürlich stehen wir Eltern mit Rat und Tat zur Seite. Vorschüler und Grundschulkinder können auch schon Jungpflanzen setzen, Samen aussäen oder Unkraut jäten.

Mit Kindern gärtnern auf Balkon oder Terrasse

Gemüse anpflanzen auf Balkon oder Terrasse

Gemüse ohne Garten anbauen

Gemüse anbauen auf Balkon oder Terrasse

7) Gärtnern mit Kindern ohne Garten oder Balkon

Auch wer keinen Garten hat, kann kleine Gartenprojekte mit Kindern umsetzen. Auf der Fensterbank, auf dem Balkon oder der Terrasse lassen sich Blumenkästen oder Töpfe aufstellen. Auch mit einem Kressigel oder Keimglas lässt sich in der Küche selbst etwas „anbauen.“

Auch Gemüse aus dem Kühlschrank kann für tolle Pflanzen-Experimente genutzt werden. Wusstet ihr zum Beispiel, dass ihr eine Knoblauchzehe einach ins Wasser legen oder eine Ingwerknolle in Erde einpflanzen könnt? Wie das funktioniert und weitere Ideen für knackfrisches Gemüse von der eigenen Fensterbank könnt ihr hier nachlesen.

Unser Fazit von unserem ersten, kleinen Gartenprojekt

Bisher wachsen und gedeihen unsere Tomaten- und Gurkenpflanzen ganz prächtig, auch wenn es zwischendurch nicht so gut um sie stand. Aber so ist das eben beim Gärtnern: Wir lernen alle dazu und haben dabei jede Menge Spaß. Meine Tochter liebt es, die reifen Tomaten zu ernten und staunt darüber, wie groß unsere Gurkenpflänzchen schon gewachsen sind. Und zu unserer Freude trägt unser Kirschbaum dieses Jahr zum erste Mal ganz viele Früchte!

Eines steht jetzt schon fest: Nächstes Jahr werden wir wieder eigenes Obst und Gemüse im Garten anpflanzen. Wir planen schon Erdbeeren und Zucchini und ein kleines Hochbeet. Die anfängliche Hürde ist geschafft. Einfach loslegen und ausprobieren und den ein oder anderen Misserfolg als Erfahrung verbuchen!

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Gärtnern mit Kindern Ideen und Tipps

Gärtnern mit Kindern: Ideen und Tipps für die ganze Familie

Habt ihr auch schon einmal Obst und Gemüse angepflanzt? Und habt ihr weitere Tipps für das Gärtnern mit Kindern? 

5 comments

5 comments

Auszeitgeniesser 2. Juni 2020 - 17:39

Liebe Diana,
Gärtnern als Quaity Time finde ich super schön. Es ist Entspannung und Lernen in einem. Verantwortung über nehmen, Erfolge und Misserfolge zeitnah sehen und merken, was das eigene Handeln für Folgen hat. Positiv wie negativ.
Ich erinnere mich gerne dran, dass ich als Kind mein eigenes , kleines Beet hatte. Ich war komplett verantwortlich. Auch für die falsch geschriebenen Namensschilder… doch meine „Mören“ waren die einzigen, die keine Möhrenfliegen hatten. Konnten die Kerlchen wahrscheinlich nicht lesen 🙂

Liebe Grüße, Katja

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Diana 2. Juni 2020 - 18:53

Danke Katja für diesen schönen Erfahrungsbericht! Wie toll, dass du als Kind auch diese Erfahrung machen durftest und dich um dein eigenes, kleines Beet kümmern durftest 🙂

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Eva 2. Juni 2020 - 19:00

Ein toller Post und auch sehr schön bebildert! Sollte ich irgendwann einmal einen Garten haben, möchte ich auch Gemüse anbauen, und wenn ich Kinder habe, wäre ein gemeinsames Garten-Familienprojekt toll. Ich halte es auch sehr wichtig, Kindern zu zeigen, woher das Essen kommt und wie unsere Natur funktioniert.
Ich wusste bislang übrigens gar nicht, dass Kaffeesatz ein guter Dünger ist und ich in meiner Wohnung Ingwer anbauen könnte. Wieder was gelernt 🙂
Liebe Grüße!

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Miriam 2. Juni 2020 - 22:18

Das mit den schnell wachsenden Pflanzen ist ein cooler Tipp. Ich merke bei mir auch, dass so manche Pflanze meine Nerven und Geduld enorm stark strapaziert 😉 Immerhin wachsen bei mir Kresse und Radieschen schnell

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Renate 3. Juni 2020 - 9:15

Ich selbst habe zwar keine Kinder, aber ich habe mit Schrecken gelesen, dass es heutzutage Kinder geben soll, die nicht einmal mehr wissen, wie Möhren oder Kartoffeln aussehen, geschweige denn wie sie wachsen. Schon deshalb finde ich es eine tolle Idee, mit Kindern zu gärtnern. Aber auch für uns Erwachsene ist es eine entspannende und schöne Sache. Mit Kräutern aus dem eigenen kleinen Kräutergarten zu kochen, mag ich persönlich zum Beispiel sehr gerne.
LG Renate von http://www.trippics.de

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