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Hilfe, mein Kleinkind ist in der Trotzphase! Diese 5 Tipps haben mir geholfen

by Diana
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Meine Tochter im Kleinkindalter (hallo Trotzphase!) hat mal wieder einen Trotzanfall und ich reagiere völlig gelassen und entspannt? Das wünschen sich wohl viele Eltern, denn bei einem Trotzanfall ruhig zu bleiben, fällt zugegeben nicht immer leicht. Eine Mischung aus Unsicherheit und „was denken nur die anderen Mütter über mich?“ macht sich breit. Erst recht, wenn der Trotzanfall vor der Kita, beim Einkaufen oder auf dem Spielplatz stattfindet. Ich begann, meinen Erziehungsstil zu hinterfragen, der bisher auf meinem Bauchgefühl basierte, und begann mich in das Thema Trotzphase bei Babys und Kleinkindern einzulesen.

Ich habe recherchiert und ein paar Tipps gefunden, die mir tatsächlich sehr weitergeholfen haben. Auch auf AOK erleben habe ich einen tollen Artikel zum Thema Trotzphase gefunden. Daher freue ich mich sehr, dass ich in Zusammenarbeit mit der AOK Hessen diese Tipps in einer praktischen Infografik mit euch teilen kann.

Definition Trotzphase und warum die Autonomiephase für Kleinkinder so wichtig ist

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Gelassen durch die Trotzphase

Mit 2,5 Jahren steckt meine Tochter mitten in der (für die Entwicklung so wichtigen!) Autonomiephase. Doch die ersten Trotzanfälle hatte sie bereits im Babyalter. Nicht nur sie erlebt ein Wechselbad der Gefühle, auch mich als Mutter fordert der ein oder andere Trotzanfall meiner Tochter ganz schön heraus. „Meins!“ und „Alleine!“ höre ich aktuell ziemlich oft (und ziemlich laut) von meiner Tochter. Auch aus vollem Halse schreien und sich auf den Boden werfen (bei Regen!) hat mein Kleinkind gut drauf.

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Die komplette Babyzeit habe ich ohne einen einzigen Elternratgeber überlebt. Doch jetzt wurde es Zeit, zu recherchieren, Bücher zu wälzen und Tipps für die Trotzphase zu sammeln. Und was soll ich sagen: Es ist schon viel besser geworden! Nicht nur bei meiner Tochter, auch ich kann ihren Trotzanfällen viel gelassener begegnen. Denn ich verstehe nun, warum meine Tochter so reagiert und was ich tun kann. Daher möchte ich meine Tipps gerne mit euch teilen und bin schon ganz gespannt auf eure Erfahrungen!

Was passiert in der Autonomiephase?

Die Autonompiephase ist für Kinder ein sehr wichtiger Entwicklungsschritt. So anstrengend diese Phase auch sein mag. Denn die Kinder lernen sich als eigenständige Persönlichkeit mit einem eigenen Willen kennen. Leider ist ihre Frustrationstoleranz noch nicht besonders ausgeprägt und die Kinder müssen erst lernen, mit diesen intensiven Gefühlen umgehen zu können.

Haben sich die Kinder etwas in den Kopf gesetzt, zum Beispiel die Schuhe alleine anzuziehen, und es klappt nicht, können die negativen Emotionen in einem Trotzanfall ausbrechen. Die Kinder handeln in diesen Momenten nicht taktisch oder wollen uns Eltern ägern. Sie werden von ihren Gefühlen völlig überrannt und uns als Eltern bleibt nichts anderes übrig, als unser Kind durch den Trotzanfall liebevoll zu begleiten.

Sei es durch geduldiges daneben stehen und abwarten oder ruhiges Zureden. Je nachdem, wofür die Kinder empfänglich sind. Hauptsache, man gibt dem Kind das Gefühl, dass ein Trotzanfall (für den es nichts kann) nichts an unseren Gefühlen zu ihm ändert.

Ein Wutanfall bei Kindern hat nichts mit schlechter Erziehung zu tun

Was mir geholfen hat, ruhiger zu bleiben, war das Wissen, dass ein Trotzanfall überhaupt nichts mit der Erziehung zu tun hat. Habe ich als Mutter versagt? Habe ich in der Erziehung vielleicht einen Fehler gemacht? Nein, ganz bestimmt nicht. Denn die Ursache liegt in der Gehirnentwicklung unserer Kinder.

Die Autonomiephase hilft unseren Kindern, zu starken und selbstbewussten Persönlichkeiten heranzuwachsen. Sie lernen, dass auch sie eine eigene Meinung haben dürfen. Daher ist es wichtig, seinen Kindern nicht alles durch allzu strenge Regeln zu verbieten. Das Kind sollte durchaus mitentscheiden dürfen und die Regeln sich auf die wichtigsten beschränken.

Doch es sollten nicht alle Situationen vermieden werden, die zu einem Trotzanfall führen könnten, sonst nehmen wir den Kindern die Chance, zu lernen mit starken Emotionen zurecht zu kommen. Es ist nur wichtig, dass wir Eltern unseren Kindern bei einem Trotzanfall beistehen.

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Die Bedeutung der Gehirnentwicklung und sprachlichen Fähigkeiten

Wir Eltern neigen dazu, die sprachlichen Fähigkeiten unserer Kinder zu überschätzen. Scheint ein Baby zum Beispiel ganz bewusst unser „Nein, nicht an die Steckdose fassen!“ zu ignorieren, liegt dies eher daran, dass es von seiner Entwicklung her noch nicht so weit ist und bei ihm nur Substantive und wichtige Verben ankommen.

Das kindliche Gehirn filtert das „nicht“ heraus und das Kind versteht dann „Steckdose fassen!“. Foglich kann es nicht nachvollziehen, warum wir dann laut und wütend werden. Hier kann es schon helfen, wenn wir Eltern unsere Sätze passend zur sprachlichen Entwicklung des Kindes umformulieren. Statt ein „Nein!“ eine konkrete Handlungsanweisung geben: „Hände weg von der Steckdose!“.

Schuld an den Trotzanfällen der Kinder ist die Gehirnentwicklung der Kinder. Denn bei Babys und Kleinkinder ist der präfrontale Kortex, der uns Menschen hilft, unsere Emotionen zu zügeln, zunächst nur rudimentär entwickelt. Ein Stresserlebnis kann bei einem Baby oder Kleinkind deshalb dazu führen, dass das emotionale Gehirn (das limbische System) die Führung übernimmt und den vernünftige Teil des Gehirns (den Neokortex) blockiert.

Daher wird das Kind von seinen Gefühlen überwältigt und es bekommt einen „Trotzanfall“.  Das ist auch der Grund, warum wir unsere Kinder während eines Wutanfalls so schwer mit Worten erreichen, da das „kognitive Gehirn“ in diesem Moment vom „emotionalen Gehirn“ blockiert wird.

Tipps für mehr Eltern-Kind-Harmonie: Klare Regeln, Geduld und nicht persönlich nehmen

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So wichtig die Autonomiephase auch für die Entwicklung der Kinder ist, es gibt ein paar Tipps, wie man die Häufigkeit der Wutanfälle reduzieren kann. Sehr interessant fand ich auch das BuchDer entspannte Weg durch Trotzphasen„, welches den bindungs- und bedürfnisorientierten Ansatz verfolgt und gut erklärt, warum Kinder in der Autonomiephase so reagieren, wie sie es nun einmal tun.

Kleinkinder in der Trotzphase: 5 Tipps für Eltern

Diese fünf Tipps zum Umgang mit der Trotzphase habe ich auf AOK erleben gefunden und möchte sie mit euch teilen. Danke an AOK Hessen für die Infografik!

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  1. Geduldig sein
  2. Klare Regeln
  3. Gefahren abwehren
  4. Ablenkung
  5. Nicht persönlich nehmen

Mit diesen Tipps fällt es mir als Mutter leichter entspannt auf die trotzigen Reaktionen meiner Tochter zu reagieren. Ich bin geduldiger, nehme nichts persönlich und zweifle vor allem nicht an mir und meinem Erziehungsstil. Den anderen Eltern geht es genauso!

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Tipps für Kleinkind-Eltern

Auf AOK erleben findet ihr übrigens noch weitere spannende Beiträge zum Thema Kinder und Familienleben. Zum Beispiel Warum du dein Baby tragen solltest oder Tipps wie Kinder besser einschlafen.

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Kleinkind in der Trotzphase Tipps für Eltern um gelassen zu bleiben

Kleinkind in der Trotzphase: Tipps für Eltern um gelassen zu bleiben

*In freundlicher Zusammenarbeit mit der AOK Hessen.

22 comments

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22 comments

FiosWelt 27. April 2018 - 9:23

Wow, das ist ein wirklich sehr schöner Artikel. Bei meinem Großen hätte ich das lesen müssen. Ich hoffe, dass nun mit mehr Lebenserfahrung, ich die Phase mit meiner Tocher besser meistern werde. Ich denke aber auch, dass viele nicht Eltern den Post lesen sollten um nicht über Eltern, deren Kinder gerade trotzdem, schlecht reden oder denken. Denn genau das, lässt und wieder an uns Eltern zweifeln!

Liebe Grüße
Fio

Reply
Diana 27. April 2018 - 15:06

Danke liebe Fio für dein tolles Feedback! Es freut mich sehr, dass dir mein Beitrag gefällt. Und ja, es ist in der Tat so, dass einen die Kommentare von anderen verunsichern können. Dabei sollten wir uns da gar nicht reinreden lassen und versuchen drüber zu stehen. Aber das ist nicht immer einfach. Hoffe du kannst diese (manchmal sehr anstrengende) Phase bei deiner Tochter dann besser meistern und entspannter damit umgehen 🙂

Reply
Mo 27. April 2018 - 16:30

Klasse und super fundierter Beitrag. Den hätte ich schon viel eher lesen müssen und vielfältig weiter geben können. Es gibt ja leider sehr oft Menschen die glatt raushauen, dass das Kind schlecht erzogen sei. Ist mir auch schon öfter passiert.
Geduld ist aber manchmal ganz schön schwer. Ich war dann immer froh, wenn hin und wieder doch noch jemand zur Unterstützung dabei war 😉 .

Liebe Grüße,
Mo

Reply
Diana 9. Mai 2018 - 12:14

Danke Mo für dein nettes Feedback. Freut mich sehr, dass dir mein Beitrag gefällt. Ja, leider wird ein Trotzanfall oft auf die Erziehung zurückgeführt. Dabei hat das damit nichts zu tun. Und es stimmt, Unterstützung ist immer super und kann nie schaden 🙂

Reply
Ina 27. April 2018 - 16:55

Schöne Tipps! So handhaben wir es auch und mit jedem Kind wird es leichter durch solche Phasen zu kommen, da man einfach mehr Erfahrung hat und vor allem weiss das es nur eine Phase ist , da ist ein wichtiges Mantra, es ist nur eine Phase.

Lg aus Norwegen
Ina

Reply
Diana 9. Mai 2018 - 12:16

Danke Ina für deinen Kommentar. Ja mit mehr Erfahrung wird es sicherlich einfacher. Wenn man zum ersten mal vor diesem „Problem“ steht beginnt man automatisch an sich zu zweifeln 😀 Daher ist es gut zu wissen, dass es allen Eltern so geht und es nur eine Phase ist. Liebe Grüße nach Norwegen!

Reply
L♥ebe was ist 27. April 2018 - 17:35

ohjeee … zum Glück bin ich ja nicht direkt davon betroffen, ein Kind in Trotzphase zu haben! aber deine Tipps kann ich mir direkt mal für meine Neffen merken 😉

danke dir!
liebste Grüße auch,
❤ Tina von liebewasist.com
Liebe was ist auf Instagram

Reply
Diana 9. Mai 2018 - 12:18

Danke liebe Tina für dein Feedback. Und viel Erfolg mit deinen Neffen 😀 Es schadet nie zu wissen wie man in solchen Situationen gelassen bleiben kann.

Reply
Sophie 28. April 2018 - 0:01

Ich finde es toll, dass du so entspannt mit dieser gar nicht so einfachen Phase umgehst. Tolle Tipps, die du zusammengestellt hast! 🙂

Reply
Diana 9. Mai 2018 - 12:20

So entspannt bin ich gar nicht immer 😀 Aber ich gebe mir Mühe und rufe mir diese Tipps vor Augen. Liebe Grüße an dich!

Reply
Lieblingsleseplatz 28. April 2018 - 6:36

Moin,

ich erinnere mich noch gut. Der älteste Tipp von allen ist der effektivste: Ruhig beleiben. Geht vorbei. …und ist nix gegen die Pubertät 😉 :-))

Liebe Grüße,
Verena

Reply
Diana 9. Mai 2018 - 12:21

Haha, ja auf die Pubertät bin ich schon gespannt. Es gibt ja den Spruch, dass wenn die Trotzphase besonders schlimm ist, die Pubertät dann nicht so krass wird. Naja, mal abwarten. Ich werde es ja sehen 😀

Reply
Noahjoels 28. April 2018 - 13:36

Mein kleiner Bruder (4) testet gerade auch seine Grenzen mal wieder extrem aus….sehr anstrengend….diese Wochen gibt es aber immer mal wieder.
Guter Beitrag für die Mamis und Papis! 🙂

Liebe Grüße,
Noah von http://noahjoels.com/

Reply
Diana 9. Mai 2018 - 12:21

Danke für dein Feedback 🙂 Ja, das Grenzen austesten ist sehr wichtig aber auch anstrengend für alle Beteiligten.

Reply
Melissa 9. Mai 2018 - 15:49

Hallo Diana, das ist ein toller Beitrag. Ich kann jetzt leider nicht mitreden, da ich keine Kinder habe 😀
Wünsche dir eine tolle Woche. LG Melissa

Reply
Diana 9. Mai 2018 - 16:36

Danke Melissa, das wünsche ich dir auch 🙂

Reply
Denise 9. Mai 2018 - 17:19

Wir hatten eine sehr extreme Phase. Ich war echt froh das wir das hinter uns hatten. Leider hilft in der Zeit echt nur Ruhe bewahren.

Reply
Diana 9. Mai 2018 - 17:32

Ohje das klingt wirklich anstrengend. Freut mich, dass ihr es nun überstanden habt 🙂 Wie lange hat es gedauert?

Reply
Tschaakii's Veggie Blog 9. Mai 2018 - 19:05

Liebe Diana!
Ein wirklich toll geschriebener Artikel, den ich mir auch als nicht Mama sehr gerne durchgelesen habe.
Ich habe eine kleine Nichte mit 3 Jahren, die wirklich Trotzphase hat sie noch nicht erreicht, aber sie hat die gleichen Eis/Sandförmchen 🙂
Ich wünsch dir noch einen schönen Tag!
Liebe Grüße Jacky
http://www.tschaakiisveggieblog.at

Reply
Jasmin 9. Mai 2018 - 23:39

Ich habe noch keine Kinder aber ich kann mir vorstellen das diese Phase nicht so einfach ist. Deine Tipps finde ich klasse und ich hoffe das viele Mütter sich somit etwas helfen können.

LG Jasmin

Reply
Avaganza 10. Mai 2018 - 0:06

Guter Beitrag mit tollen Tipps! Auch wenn ich als Psychologin viel Hintergrundwissen hatte, war die Trotzphase eine echte Herausforderung für mich ;-).

Hab einen schönen Abend!
lg
Verena

Reply
Sigrid Braun 10. Mai 2018 - 0:29

Wirklich ein sehr ausführlicher uns gut geschriebener Beitrag. Ich habe drei Kinder und sieben Enkel und bin schon durch alle Stufen der Trotzphase gegangen. Ich finde es gut, dass du es so entspannt siehst.
Liebe Grüße
Sigrid

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