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Beauty Talk: 3 Fragen an Madame Keke

by Diana
beauty talk beauty bloggerin madame keke im interview

Neuer Mittwoch, neuer Beauty Talk! Diese Woche beantwortet im Beauty Blogger Interview Madame Keke meine drei Fragen. Madame Keke, die eigentlich Pakize heißt, bloggt bereits seit 2012. Ihr Schwerpunkt liegt auf Kosmetik, aber auch das ein oder andere Lifestyle Thema findet auf ihrem Blog Platz. Ich durfte Pakize auf dem Beautypress Event und auf den Yupik Infodays näher kennen lernen und mag ich sympathische, herzliche und offene Art. Ihre gute Laune ist ansteckend und ich freue mich sehr, dass sie uns heute einen Einblick in ihr Leben als hauptberufliche Bloggerin gibt.

beauty talk beauty bloggerin madame keke im interview

 

Beauty Talk mit Madame Keke

1) Hallo Pakize! Was waren für dich die Beweggründe mit dem Bloggen anzufangen und wie hat sich dein Blog in den letzten Jahren entwickelt?

Mit dem Bloggen habe ich angefangen, als ich 2012 nach einer OP für 3 Monate krank zu Hause lag. In dieser Zeit ging es mir überhaupt nicht gut und ich habe etwas gebraucht, womit ich mich täglich beschäftigen konnte. Ich hatte bis dato schon sehr gerne verschiedene Blogs gelesen, Beauty Blogs, Reise Blogs und auch Fashion Blogs. Eigentlich hatte ich auch mit dem Gedanken eines Fashion Blogs begonnen, aber meine Interessen waren und sind so vielseitig, das ich mich einfach nicht nur auf ein Thema beschränken konnte/wollte. Mit der Zeit kam immer mehr Beauty dazu und mittlerweile versuche ich von allem was mich interessiert in gleichem Maße was reinzupacken. Entwickelt hat sich mein Blog seit 2012 viel besser als ich je gedacht hätte. Durch die Unterstützung meiner loyalen Leser haben sich sehr viele Möglichkeiten für mich ergeben, mit denen ich so nicht gerechnet hätte und für die ich sehr dankbar bin. Durch ihre Unterstützung und meiner von Natur aus immensen Geduld, habe ich trotz gelegentlicher Schreibblockaden, die Lust und den Spaß daran bis heute nicht verloren. Und ich glaube das werde ich auch in naher Zukunft nicht.

Entwickelt hat sich mein Blog seit 2012 viel besser als ich je gedacht hätte. Durch die Unterstützung meiner loyalen Leser haben sich sehr viele Möglichkeiten für mich ergeben, mit denen ich so nicht gerechnet hätte und für die ich sehr dankbar bin.

Madame Keke

 

2. Du bist hauptberuflich Bloggerin. Wie sieht dein Arbeitsalltag aus?

Ich blogge hauptberuflich für verschiedene amerikanische Firmenblogs, was sich lustigerweise erst durch meinen eigenen Blog ergeben hat. Da ich von zu Hause aus arbeite, gestaltet sich das ganze relativ angenehm für mich. Bis auf bestimmte Themenvorgaben und Termine, die eingehalten werden müssen, lässt man mir vollkommene kreative Freiheit. Trotzdem stehe ich um 8.00 Uhr auf der Matte, meist bis 14-15.00 Uhr, und bereite Beiträge im Voraus vor. Da ich nach Auftrag arbeite, kann es aber sein das ich mal mehr oder weniger machen muss und mich deshalb an einen eigenen Zeitplan halte. Danach versuche ich Fotos für meinen eigenen Blog oder Instagram zu fotografieren, da mir Tageslicht Fotos persönlich besser gefallen. Und weil ich aber auch etwas Luft & Zeit für mich brauche und ich ja auch noch ein eigenes Leben habe, schreibe ich die Beiträge für meinen eigenen Blog meist erst Abends.

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Da ich von zu Hause aus arbeite, gestaltet sich das ganze relativ angenehm für mich. Bis auf bestimmte Themenvorgaben und Termine, die eingehalten werden müssen, lässt man mir vollkommene kreative Freiheit.

Madame Keke

 

3. Du kennst dich in der armerikanischen Bloggerszene gut aus. Was sind deiner Meinung nach die Unterschiede zu Deutschland?

Anerkennung als Blogger.

Ein großer Unterschied der amerikanischen zur deutschen Blogger Szene ist die Anerkennung der Arbeit, die Blogger leisten und dementsprechend auch die Vergütung. Vielleicht liegt das daran, das das Bloggen dort viel früher verbreitet war als in Deutschland und mittlerweile generell als professioneller Beruf wahrgenommen wird. Gerade bei langjährigen Bloggern kommen Firmen sehr viel lockerer auf einen zu und lassen auch sehr gut mit sich verhandeln, wenn sie an deinem Blog und einer Kooperation interessiert sind. Auch sind sie generell was PR Samples und gleichzeitige Bezahlung angeht sehr großzügig und unterstützen sehr gerne Blogger, die ihnen gefallen. Viele Firmen freuen sich sogar wenn sie kontaktiert werden und man Interesse an ihrer Marke zeigt. Blogger werden dort generell als authentische Influencer gesehen. In Deutschland finde ich, sind manche Firmen da noch sehr konservativ, was schade ist und sich hoffentlich noch ändern wird.

Ein großer Unterschied der amerikanischen zur deutschen Blogger Szene ist die Anerkennung der Arbeit, die Blogger leisten und dementsprechend auch die Vergütung.

Madame Keke

Auch klasse in der amerikanischen Blogger Szene ist, das Blogger untereinander richtiges Networking betreiben und sich mit Rat und Tat immer zur Seite stehen. Die besten Tipps als ich anfing zu Bloggen und sehr viel Unterstützung in allen Bereichen, habe ich von langjährigen Mami-Bloggern bekommen. Sie sind wie eine richtige Network-Mafia dort und man redet ganz transparent über alles miteinander, damit jeder seinen Marktwert als Blogger erkennt und erhalten kann. Virtuelle Twitter-Parties, Facebook-Parties oder super organisierte Blog-Hops sind dort keine Seltenheit, wodurch man viele neue Blogger kennen lernt, tolle Kontakte knüpft und auch neue loyale Leser für sich gewinnt.

Auch klasse in der amerikanischen Blogger Szene ist, das Blogger untereinander richtiges Networking betreiben und sich mit Rat und Tat immer zur Seite stehen.

Madame Keke

 Ein weiterer Punkt der mir sehr gefällt, ist das Blogger nicht nur als Blogger gesehen werden, sondern generell als Influencer, egal ob groß oder klein. Extra für Firmen und Influencer gemachte Kooperationsseiten sind dort keine Seltenheit. Man meldet sich als Influencer (Blogger / Youtuber) kostenlos an, die Firmen posten ihre Kampagnen und geben an, ob sie PR Samples dafür rausschicken oder gesponserte Blogposts/Videos bezahlen. Bei Interesse bewirbt man sich auf die Kampagne und hat entweder die Möglichkeit die Samples zu bekommen oder einen Preis im drei stelligen Bereich zu nennen, den man für seinen Blogpost haben möchte oder beides kombiniert. Wenn es in das Budget der Firma passt, wird man zur Kampagne zugelassen und kann angeben zu welchem Termin man seinen Blogpost veröffentlichen wird. Mit einem Tracking Code der Kooperationsseite wird der Post dann meist 14 Tage lang getrackt und dann die Auszahlung angeordnet. Das sind ehrlich gesagt meine liebsten Kampagnen, da es sich immer um besonders interessante Produkte & Marken handelt und die Kooperationsseite im Prinzip das Geld von den Marken holt. Das man nicht bezahlt wird, kommt also nicht vor. Man ist auch nicht verpflichtet einer Kampagne beizutreten, sondern bewirbt sich nur auf das, was einen wirklich interessiert. Außerdem habe ich über solche Seiten meine ersten Auftragskunden gewonnen. Ich wünschte so etwas gäbe es in dem Maße auch in Deutschland, falls jemand eine solche Seite kennt bitte Bescheid geben. Aber vielleicht kommt das ja auch noch mit der Zeit.

Extra für Firmen und Influencer gemachte Kooperationsseiten sind dort keine Seltenheit. Man meldet sich als Influencer (Blogger / Youtuber) kostenlos an, die Firmen posten ihre Kampagnen und geben an, ob sie PR Samples dafür rausschicken oder gesponserte Blogposts/Videos bezahlen.

Madame Keke

Vielen lieben Dank Pakize für deine Teilnahme und deine Offenheit! Ich hoffe ihr fandet die Einblicke genauso spannend wie ich! Und wer Madame Keke noch nicht kennen sollte, sollte sich unbedingt mal ihre aktuellen Beauty Favoriten aus dem Februar anschauen oder auf ihrer About Seite stöbern.

Welche Beauty Bloggerin möchtet ihr gerne mal im Beauty Talk sehen? Wenn euch der Beitrag gefallen hat, könnt ihr mir dies zeigen, indem ihr das Herzchen unten klickt.

Beauty Talk Beautybloggerinnen im Interview! Madame Keke vergleicht die Beauty Blogs aus Deutschland mit denen aus den USA. Und verrät wie ihr Alltag als hauptberufliche Beauty Bloggerin aussieht.

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11 comments

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11 comments

Elisabeth 9. März 2016 - 16:40

Spannend! Madame Keke kannte ich noch gar nicht, aber das Interview fand ich irre interessant und schaue auch mal bei ihr vorbei 🙂

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Diana 9. März 2016 - 17:01

Danke für deinen Kommentar 🙂 Freut mich, dass du Madame Keke durch meinen Beauty Talk entdeckt hast. Viel Spaß beim Stöbern auf ihrem Blog 🙂

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Madame Keke 9. März 2016 - 18:24

Liebe Diana, vielen lieben Dank das ich Teil deiner Beauty Talk Reihe sein durfte! es hat echt Spaß gemacht und danke auch für deine lieben Worte, das kann ich nur zurück geben! Ich hoffe wir sehen uns bald mal wieder persönlich & können uns noch mehr austauschen 🙂

Drück dich!

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Sunnivah 9. März 2016 - 18:36

DAS fand ich mal spannend, genau SO stelle ich mir tolles Bloggen auch bei uns vor. Denn mal ehrlich, professionell gemachte Inhalte gibt es bei uns auch, aber die ‚Vergütung‘, ob nun in Form von Geld oder Anerkennung als ‚Influencer‘ oder Berufsblogger bleiben aus. Und das erzeugt iwie eine komische Schieflage, finde ich.. es ist iwie nicht richtig, daß jemand mit einem Angebot an Inhalten, das jedem Frauenmagazin locker das Wasser reichen kann, nicht dafür bezahlt wird. Oder das als ‚leidenschaftliches Hobby‘ bezeichnen muss. Obwohl es weit mehr Zeit und Aufwand in Anspruch nimmt.
Die Offenheit, in der miteinander umgegangen wird in Übersee gefällt mir sehr gut, ich glaube auch, daß gerade die Anerkennung der Blogger dafür sorgt, daß alle entspannter sein können. Wenn aber bei uns nur durch (maue) Kommentare ‚belohnt‘ wird, führt das bestimmt eher zu Verdruss und schlechter Laune, als wenn jemand ordentlich entlohnt wird.
Die Frage, die sich mir stellt ist letztendlich: hat Deutschland die Werbung nicht nötig? Verkauft sich auch ohne zusätzliche Berichterstattung auf Blogs alles gut genug? Muss ja so sein XD

Danke an Mme Keke, ich schau mir jetzt ihren Blog an 🙂 LG

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Madame Keke 10. März 2016 - 12:22

Da gebe ich dir vollkommen Recht Sunnivah, professionelle Inhalte gibt es bei uns mittlerweile wirklich mehr als genug. Die deutsche Blogger Szene hat sich immens ins Positive entwickelt, es gibt so viele tolle Talente & das ist auch gut so. Den Zeitaufwand und die Mühe, die sich viele Blogger/Influencer machen, um genau diese qualitativen Inhalte zu erstellen ist schon lange nicht mehr als Hobby anzusehen.
Der Trend geht aber auf jeden Fall in Richtung Anerkennung und ja, Deutschland hat definitiv die Werbung nötig. Manche Firmen haben den Zug bereits verpasst, siehe Quelle oder Schlecker, die besten Beispiele. Wer nicht langsam aufspringt, geht das Risiko ein, die besten Zielgruppen nicht mehr erreichen zu können.
Ein bestimmtes Produkt, das auf einem authentisch und ehrlich geschriebenen Blog vorgestellt wird, erreicht meiner Meinung nach eine bestimmte Konsumenten Zielgruppe besser, als teure Werbung in TV, Magazinen usw. Ich für meinen Teil kaufe nichts mehr was ich nur mal so im TV oder einem Magazin gesehen habe. Ich will mehr darüber wissen, welche Erfahrungen andere damit gemacht haben und ob es sich für mich lohnt, es zu kaufen. So denke ich nicht nur als Blogger, aber auch generell als Konsument und unsere Leser tun das auch immer mehr.

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strawberrymouse 9. März 2016 - 19:42

Sehr spannend!
Ich kann ja immer nur für die NK-Ecke sprechen, aber ich glaube, in unserem Subsystem funktioniert das mit dem Networking schon ganz gut und auch auf der diesjährigen Vivaness hatte ich den Eindruck, dass Bloggern sehr wohlwollend gegenüber aufgetreten wird. Kommt aber natürlich auf die jeweilige Marke an. Aber ich glaube auch, dass Deutschland da noch sehr in den Kinderschuhen steckt…

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Madame Keke 10. März 2016 - 12:26

Das mit dem Networking unter Bloggern geht auf jeden Fall noch besser 🙂 Im NK Bereich gibt es wirklich schon einige Firmen, die da sehr offen sind, aber noch lange nicht alle. Ich bin mir aber sicher, das viele Marken in den kommenden Jahren noch aufspringen werden. Gerade traditionellere Unternehmen haben es sogar nötig. Das sehen die meisten aber erst, wenn sie an die richtigen PR Leute kommen 🙂 Ich bin ganz guter Hoffnung, das es sich immer mehr ins Positive entwickelt 🙂

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lisa_draufgeklatscht 9. März 2016 - 19:50

Wow das ist mal sehr interesssant! 🙂
Ich finde es übrigens sehr schade, dass das Bloggen in Deutschland noch „Neuland“ für Firmen bzw. für den geschäftlichen Gebrauch ist. Auch in Deutschland nehmen Blogger (meiner Meinung nach) großen Einfluss auf Trends & Kaufverhalten etc. Viele FIrmen sehen das schon, allerdings gibt es immernoch Firmen die da anscheinend das Potenzial übersehen!

Total interessant finde ich, dass Madame Keke für amerikanische FIrmenblogs tätig ist – wie bist du denn daran gekommen? Deinen privaten Blog schreibst du ja schließlich auf deutsch, oder? (Würde mich super interessieren, falls du das liest kannst du ja hier antworten :))

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Madame Keke 10. März 2016 - 12:38

Für manche Firmen trifft das mit dem Neuland sicher zu, aber vorausdenkende und zukunftsorientiert Firmen oder PR Leute sehen das Potenzial sogar sehr gut. Ich denke mit der Zeit wird das noch besser werden.
Das mit den Firmenblogs entstand durch die Kontaktaufnahme einer amerikanischen Agentur. Eine Zeit lang habe ich auf Englisch & Deutsch geschrieben, weshalb man auf mich aufmerksam wurde. Im Prinzip war es Zufall & etwas Glück 🙂 Mittlerweile schreibe ich auf meinem eigenen Blog nur noch Deutsch, aber meine amerik. Leser sind trotzdem noch da, da man die Seite übersetzen kann. Das scheint auch ganz gut zu funktionieren. So habe ich mindestens eine Stunde weniger Zeitaufwand 🙂

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Stephie 10. März 2016 - 22:18

Total spannend, ich kannte vieles über Madame Keke noch nicht. Danke für den tollen Einblick in deinen Arbeitsalltag und zu deiner Arbeit mit amerikanischen Firmen. Hoffen wir mal, dass sich die professionelle Form der Zusammenarbeit zwischen Firmen und Bloggern auch bei uns etabliert. Hierzulande wissen viele noch immer nichts mit Bloggern anzufangen. Auch was das Thema gegenseitige Unterstützung angeht, können wir uns noch was von unseren englisch-sprachigen Kollegen abgucken. Die Kooperationsseiten für Influencer fänd ich ein tolles Konzept, welches ich ebenfalls in Anspruch nehmen würde, wenn es das bei uns gäbe.

Viele liebe Grüße
Stephie

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Moppis Blog - Aus Freude. 13. März 2016 - 13:06

Madame Keke kannte ich auch noch nicht, aber den Namen habe ich schon irgendwie mitbekommen. 😉 Vielen Dank für das wirklich sehr interessante Interview mit den Einblicken, wie das Bloggen in Amerika funktioniert. Hier sind einige Firmen wirklich noch sehr unbedarft, was Blogger angeht, viele antworten nicht mal auf Anfragen von Bloggern.

Liebe Grüße,
Moppi

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