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Wie ich Mutter wurde – mein Geburtsbericht

by Diana
In meinem Geburtsbericht erzähle ich euch von meinen Erfahrungen bei der Geburt.

Bereue ich es Mutter geworden zu sein? Auf keinen Fall! War die Geburt schlimmer als erwartet? Definitiv. Die Frage“Wie war die Geburt?“ hört man als frischgebackene Mutter ja öfter und daher möchte auch ich euch davon berichten.

Da ich persönlich die Geburt eher negativ erlebt habe, möchte ich euch davor warnen, den Geburtsbericht zu lesen wenn ihr gerade schwanger seid oder mit solchen Informationen schlecht umgehen könnt.

Die Erfahrungen bei der Geburt und das Empfinden dieser sind immer sehr individuell. Es ist daher sicherlich sehr interessant verschiedene Geburtsberichte zu lesen.

Mein Geburtsbericht

Ich habe der Geburt die ganze Schwangerschaft über sehr optimistisch entgegengesehen. „Andere Frauen schaffen das auch“, dachte ich immer. Ich fühlte mich fast die ganze Schwangerschaft über sehr fit und fuhr auch noch lange mit dem Fahrrad zur Arbeit. Ich arbeitete nach und nach meine To Do-Liste für die Schwangerschaft ab (hier könnt ihr die Checkliste ausdrucken!).

Lediglich mein Eisenmangel nervte mich sehr. Ich hatte das Gefühl ich nehme den ganzen Tag über nur noch Eisenpräparate zu mir: Eisentabletten, Kräuterblut, eisenhaltige Säfte, Eisengranulat. Dennoch schaffte ich es nur mit Müh und Not den unteren Normbereich wieder zu erreichen. Meine Frauenärztin wollte mir trotz mehrfacher Nachfrage keine Eiseninfusionen verschreiben.

Optimismus in der Schwangerschaft

Erst gegen Ende wurde es auch körperlich immer anstrengender mit dem dicken Babybauch, den geschwollenen Füßen, den Rückenschmerzen und den unruhigen Nächten. Da war ich aber zum Glück schon dabei meinen Resturlaub abzubauen und anschließend im Mutterschutz.

Im zweiten Trimester bekam ich während der Schwangerschaft eine Nierenkolik und das waren bis zu diesem Zeitpunkt die schlimmsten Schmerzen, die ich in meinem Leben erleben musste. Im Internet las ich Aussagen wie „Lieber noch ein Kind bekommen als eine weitere Nierenkolik“. Mit diesem Gedanken blickte ich der Geburt entgegen und dachte, ich wüsste nun ja was schlimme Schmerzen seien und würde das auf jeden Fall gut überstehen. Ich ging sogar davon aus, dass ich keine PDA Geburt benötigen würde.

Ich hörte allerlei Erlebnisse anderer Frauen, auch die Aussage „Die Wehen sind wie schlimme Regelschmerzen“. Da ich stets eine Ibuprofen 800 wegen meiner starken Regelschmerzen benötigte, stimmte mich das natürlich optimistisch. Auch der Geburtsvorbereitungskurs ließ mich im Glauben ich sei gut vorbereitet und wisse was mich erwartet.

Die Wehen: PDA Geburt

Wie erkenne ich die Wehen? Wie unterscheide ich diese von den Übungswehen? Ganz ehrlich: Auch ich machte mir vorab diese Gedanken. Und es stimmt, was alle sagen: Die richtigen Wehen erkennt man sofort. Sie sind einfach viel einnehmender.

Während einer Wehe kann man an nichts anderes mehr denken als an das Wegatmen der Schmerzen. Meine größte Sorge war ja, dass meine Fruchtblase platzen würde und ich liegend ins Krankenhaus transportiert werden muss, weil das Köpfchen des Babys noch nicht tief genug im Becken sitzt. Selbst beim letzten Frauenartzbesuch vor der Geburt war der Kopf noch nicht tief genug gesunken. Also sah ich mich schon vor meinem inneren Auge einen Krankenwagen rufen, der mich liegend ins Krankenhaus transportiert, damit es nicht zu einem Nabelschnurvorfall kommt, der dem Baby schadet.

Was war: Letztlich musste meine Fruchtblase sogar aufgestochen werden, weil sie nicht von selbst geplatzt ist.

Als die erste Wehe einsetzte schauten wir gerade eine Folge der Serie Fargo. Es war spät in der Nacht, aber wie es mit spannenden Serien meistens ist: man kann nicht aufhören und schaut sich eine Folge nach der anderen an. Ich war also entsprechend müde und erschöpft als es losging.

Die Wehen setzten mit einem Abstand von ca. 8 Minuten ein. Da ich etwas Blut verloren hatte, fuhren wir direkt ins Krankenhaus. Sonst hört man ja immer, man hat nach der ersten Wehe noch unendlich viel Zeit bis man ins Krankenhaus fahren muss. Doch die rasche Entscheidung gleich ins Krankenhaus zu fahren stellte sich als richtig heraus, denn schon bald nach der Aufnahme kamen die Wehen mit einem Abstand von 1 Minute.

Im Krankenhaus angekommen wurden die entsprechenden Untersuchungen gemacht und ich musste allerlei Fragen beantworten. Ich wollte mich immer vorab schon im Krankenhaus anmelden, hatte es dann aber doch nicht getan. Irgendwann hieß es, dass wir jetzt auf die Station dürfen und unser Familienzimmer beziehen können, das wir gerne haben wollten. Wir sollten einfach wieder kommen, wenn die Wehen in kürzerem Abstand kämen oder heftiger würden.

Doch kaum hatten wir unsere Taschen im Zimmer abgestellt musste ich schon wieder zurück zum Kreißsaal.Die Wehen kamen bereits in einem minütlichen Abstand. Dabei war der Muttermund gerade mal 2 bis 3 Zentimeter geöffnet und ich dachte mir nur: diese höllischen Schmerzen überlebe ich jetzt sicherlich nicht noch viele Stunden in diesem kurzen Abstand. Das Wegatmen funktionierte auch nur, wenn mein Mann ganz fest seine Hand auf meinen Rücken drückte.

Zurück im Kreißsaal verlangte ich also doch nach einer PDA. Das Problem war nur, dass meine Blutergebnisse noch nicht da waren und ich erst nach diesen eine Freigabe für die PDA bekam. Als dann der Arzt endlich kam warteten wir eine Wehenpause ab, um den Zugang für die Periduralanästhesie zu legen. Dies tat übrigens überhaupt nicht weh.

Als die Schmerzen nachließen bzw. irgendwann sogar ganz weg waren, schlief ich erst einmal noch etwas. Schließlich hatten ich die Nacht noch kein Auge zugetan. Mein Mann hingegen musste auf einem unbequemen Stuhl im Kreißsaal ausharren, genauso übermüdet wie ich.

Die Hebammen waren alle sehr nett, doch da ich so lange da war machte ich einen Schichtwechsel mit. Irgendwann wusste ich auch nicht mehr so genau wer jetzt schon da war und welche der anwesenden Personen nun Ärztin, Hebamme oder Auszubildende war.

Als die Schmerzen wieder einsetzten, das Aufstechen der Fruchtblase aber auch nicht wirklich die Geburt vorantrieb, bekam ich schließlich Wehentropfen. Die Wehen kehrten in aller Heftigkeit zurück.

Ich frage meinen Mann immer wie weit die Wehen auf dem Wehenschreiber ausschlugen. Es fühlte sich für mich wie das Maximum an, mein Mann gab aber später zu, dass er mir dies nur deshalb bestätigte, um mich nicht zu verunsichern. In Wirklichkeit waren die Wehen zu diesem Zeitpunkt trotz der Schmerzen nämlich weit weg von 100%. Eventuell lag dies am Wehentropf, der die Geburt wieder ankurbeln sollte.

Gegessen hatte ich in der ganzen Zeit übrigens einen Bissen von einem Schokoriegel, mehr bekam ich einfach nicht runter. Und die ganze Geburt dauerte von der ersten Wehe bis das Baby da war insgesamt 14 Stunden.

Die Presswehen: Nicht schmerzhaft, sondern anstrengend

Irgendwann kamen die Presswehen. In meiner Erinnerung ist die ganze Geburt doch ziemlich verschwommen. An Schmerzen in dieser Phase kann ich mich nicht mehr erinnern, sondern nur daran, dass es unglaublich anstrengend gewesen ist und mir die Luft zum Atmen fehlte. Ich hörte den Satz „Nur noch zweimal pressen, dann ist das Baby da“ unzählige Male.

Irgendwann drückte eine Frau während der Wehen auf meinem Bauch herum und nahm mir damit den letzten Rest Atemluft. Es fühlte sich so an, als muss ich mit aller Kraft und dem letzten Rest Energie pressen, obwohl mir gerade die Lunge zugeschnürt wird und ich eigentlich einatmen muss. Also kurz vor dem Ersticken sozusagen.

Mein Mann setzte mir in den kurzen Wehenpausen immer eine Sauerstoffmaske auf. Die anwesenden Hebammen (und Ärztin?) wirkten irgendwie hektisch. Später las ich im Krankenhausbericht etwas von Problemen mit den fetalen Herztönen.

Als das Baby endlich da war fragte ich gleich nach, ob alles in Ordnung sei. Ein typischer Schrei, wie man sich ihn vorstellt, blieb nämlich aus. Es musste erst einmal Wasser aus der Lunge der Kleinen gesaugt werden. Völlig normal, sagte man uns.

Das beruhigte mich in dem Moment, was anderes blieb mir ja auch nicht übrig. Sie wurde dann untersucht und als ich sie endlich das erste Mal sah und in den Armen hielt, war ich sehr erleichtert. Sie hatte übrigens einen Kopfumfang von 37 Zentimentern und ihr Händchen am Kopf. was laut der Hebamme wohl dazu führte, dass die Geburt so anstrengend war.

Mein Geburtsbericht erstes Kind im Krankenhaus. Erste Fotos mit der Kinderfotografin.

Und danach: Überschwängliche Muttergefühle und alles vergessen?

Während mein Baby auf mir lag wurde ich genäht. Ebenfalls eine gefühlte Ewigkeit. Es schmerzte zwar nur leicht, aber auf meine Nachfrage, wie lange es noch dauern würde, bekam ich nur eine unruhig wirkende Antwort, dass sie die Stelle nicht finde, warum es immer noch blutet.

Durch den Blutverlust und meinen eh niedrigen Eisenwert war ich nach der Geburt sehr geschwächt. Das rechte Bein war den ganzen Tag über durch die PDA noch taub und ich damit sowieso nicht in der Lage aufzustehen.

Ich wurde also im Krankenhausbett auf das Zimmer geschoben und dort stand noch das inzwischen kalt gewordene Mittagessen auf dem Tisch. Ausgehungert und erschöpft wie wir waren freuten wir uns dennoch sehr darüber.

Danach schlief ich erst einmal tief und fest und kann mich nur daran erinnern, wie ich im Halbschlaf von zwei Krankenschwestern versorgt und zur Toilette geführt wurde.

Ich bekam im Krankenhaus noch zwei Eiseninfusionen. Die ganze Zeit über konnte ich mich nur kurz auf den Beinen halten und es dauerte ein bis zwei Tage, bis ich ohne Unterstützung wieder gehen konnte, weil mein Kreislauf so schwach war.

Da wir ein Familienzimmer hatten, konnte mein Mann unsere kleine Tochter versorgen, wofür ich sehr dankbar bin. Meine Sorge vorab war ja, dass alle Familienzimmer vergeben seien. Doch wir hatten Glück. Wer die Möglichkeit hat, dem kann ich dies nur empfehlen. Es war einfach ein schöner Start in das Leben zu dritt, weil wir jede Minute gemeinsam erleben konnten. Mit einem HB-Wert von unter 7 wurde ich schließlich entlassen.

Oft hört man ja andere Frauen sagen „Sobald du das Baby auf deiner Brust liegen hast, ist alles vergessen“. Und auch im Geburtsvorbereitungskurs erzählte unsere Hebamme solche Geburtsberichte. Doch ganz ehrlich: Ich fühlte mich noch Tage danach ziemlich traumatisiert von den Schmerzen und den Anstrengungen. Es war einfach viel schlimmer als ich es mir ausgemalt hatte.

Zudem war ich danach extrem geschwächt, konnte zwei Wochen lang vor Schmerzen nicht sitzen (die Rückfahrt vom Krankenhaus verbrachte ich liegend auf der Rückbank) und konnte mein Baby nicht selbst versorgen. Wäre ich danach schneller wieder auf den Beinen gewesen, hätte ich das Ganze vielleicht besser verarbeitet und nicht so negativ in Erinnerung. Ich bin zwar nicht die sportlichste Person, aber auch nicht gerade unsportlich und dennoch fühlte ich mich bei den Presswehen vor Erschöpfung kurz vor dem Ersticken, da ich überhaupt keine Zeit zum Luft holen hatte.

Würde ich noch ein Kind bekommen? Wahrscheinlich schon. Vor einem Kaiserschnitt schrecke ich aber ebenfalls zurück, so dass mir nur die Hoffnung bleibt, dass es beim zweiten Kind einfacher würde. Vielleicht muss tatsächlich nur noch etwas mehr Zeit vergehen, bis das Geburtserlebnis weiter in Vergessenheit gerät. Gelohnt hat sich die Anstrengung natürlich allemal.

In meinem Geburtsbericht erzähle ich euch von meinen Erfahrungen bei der Geburt.

Weitere Geburtsberichte erstes Kind

Falls ihr schwanger seid, könnte meine Checkliste für die Schwangerschaft zum Ausdrucken für euch vielleicht ganz hilfreich sein.

Die Fotos haben wir übrigens am dritten Tag nach der Geburt im Krankenhaus von einer Babyfotografin aus Karlsruhe machen lassen. Schaut unbedingt mal auf ihrem schönen Blog zum Thema Kinder, Fotografie und DIY vorbei.

Seid ihr Mutter? Wie habt ihr die Geburt erlebt? 

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Anke 11. April 2016 - 21:18

Liebe Diana,
es tut mir sehr leid zu lesen, dass Du kein wirklich schönes Geburtserlebnis hattest.
Die Geburt meines ersten Sohnes war auch kein Spaziergang und dauerte von der ersten Wehe bis zum „ersten Schrei“ 14,5 Stunden. Allerdings ohne Tropf und PDA. Mein Bengel hatte dann gleich beide Hände am Köpfchen und wollte noch ein Sternengucker werden – ich kann das daher sehr gut nachvollziehen 😉 Ich musste von der einen zu anderen Presswehe mich immer wieder von der Seite auf den Rücken und wieder zurück drehen, hatte auch einen Arzt auf dem Bauch liegen – dennoch: Nachdem er auf meinem Bauch lag und ich fertig genäht war, sagte ich noch im Kreißsaal – eine kriege ich noch!
Beim zweiten ging es schneller – zu schnell…. Da ich Angst vor einer zweiten langen Geburt hatte, habe ich geburtsvorbereitende Akkupunktur von meiner Hebamme erhalten. Und war froh, es bis in den Kreißsaal geschafft zu haben. Von der ersten Wehe bis zur Geburt hat es keine 3 Stunden gedauert….. Und nach insgesamt 5,5 Stunden war ich wieder zu Hause….
Bei meinen Kindern mussten beide Male die Fruchtblase gesprengt werden…..
Ganz liebe Grüße
Anke

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OktoberKind 11. April 2016 - 21:27

Akupunktur hatte ich auch 4x – hat aber nix genützt, nach 9 Tagen drüber musste eingeleitet werden^^
LG 🙂

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Diana 13. April 2016 - 23:19

Danke Anke für deinen Kommentar und deine Erfahrungen! Da haben wir ja ähnliches erlebt. Beide Händchen am Kopf und Sterngucker klingt auch sehr anstrengend. Kann mir gar nicht vorstellen, wie das gewesen sein muss, weil ich es schon als maximale Belastung empfunden habe. Aber das zeigt, dass man es letztlich doch schafft (was anderes bleibt einem ja auch nicht übrig ;-)). Das mit der Akkupunktur klingt eigentlich ganz gut. Hatte davon gehört, aber meine Hebamme bot es nicht an und ich hatte mich dann nicht weiter erkundigt. Hätte ich vielleicht machen sollen, ein Versuch wäre es Wert gewesen.

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OktoberKind 11. April 2016 - 21:26

Oh man, ich bin wirklich froh, dass mir sowas erspart geblieben ist! Und kein Wunder, wenn die Kleine so einen großen Kopf und dann noch die Hand dort hat, ist es natürlich unglaublich schwer, sie rauszupressen!
Das Käuzchen hatte zum Glück nur einen KU von 34,5cm und ist quasi rausgeflutscht 😀
Ein Familienzimmer wollten wir auch gern, das hätten wir allerdings erst nach der Geburt bekommen (hätte ja sein können, dass ich zwei Tage im Kreißsaal verbringe und eine andere Frau das in der Zeit bekommt) und da stand es nicht mehr zur Debatte – war wohl keines mehr frei. Naja, ging ja für die anderthalb Nächte auch so und ich war ehrlich gesagt froh, ein paar Stunden für mich bzw. uns zu haben 🙂

LG, OktoberKind 🙂

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Diana 13. April 2016 - 23:21

Dein Bericht war sehr spannend und schön zu lesen. Freut mich, dass es bei dir so gut gelaufen ist. Das macht Mut 🙂 Schade, dass das mit dem Famlienzimmer nicht geklappt hat. Ich war insgesamt 4 Tage drin, daher war es wirklich schön, dass wir zusammen sein konnten.

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QueenOfEvilness 11. April 2016 - 23:26

Die wehen setzten Kurz nach 12Uhr nachts ein und halb 1 waren wir ungefähr im Krankenhaus als ich der Hebamme sagte die Wehen haben eingesetzt guckte sie sparsam und fragte trocken welcher abstand denn ich nur so gefühlt alle 5Min da sollte ich reinkommen und sie war plötzlich sehr freundlich dann nach Untersuchung und Blutabnahme ließ ich mir eine Schmerzspritze geben.Ich füllte noch mit meinem Mann unter wehen den Zettel für die PDA aus dann wurde ich noch mal untersucht und die Hebamme meinte SO WIR WOLLEN JETZT EIN KIND BEKOMMEN! Ich dachte so WTF jetzt schon!?An die Geburt an sich kann ich mich auch nur noch schwammig erinnern aber auf meinem Bauch lag eine Ärztin und mein mann sollte mir Sauerstoff geben was ich aber irgendwie bedrückend fand!ende vom Lied Dammschnitt und um 3:53 Uhr war der kleine Mann da also extrem Fix ein Glück den ich wollte keine 10std oder mehr in den Wehen liegen (meine Schwägerin lag zB 36std in den wehen und dann Notkaiserschnitt). Ich war extrem kaputt nach der Geburt,hatte erst abends ein Zimmer und musste weil kein Zimmer frei war den ganzen Tag in Brutzelieger Hitze im Kreißsaal Überwachungs Zimmer liegen.die Schwestern Gingen mir auf die nerven damit das ich nochmal duschen soll weil ich im schlaf so geschwitzt hab aber das war mir alles zuviel besuch kam ja auch noch!als ich Abends endlich auf dem Zimmer war freute ich mich über scheinbar ein Einzel Zimmer, pustekuchen mitten in der nacht kam meine Zimmer Nachbarin wieder und die Nachtschwester rammte erstmal mein Bett und meinte vorher noch sie seien rangieren ja gewöhnt ganz klasse ich war hellauf begeistert ich wollte einfach nur schlafen aber meine Zimmer Nachbarin war die nächsten tage nur anstrengend sie hatte schmerzen heulte deswegen rum nam aber ihre Medikamente nicht -.- Ich war so froh als wir endlich nach Hause konnten.

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Diana 13. April 2016 - 23:25

Danke für deinen Erfahrungsbericht! Oh Mann, das klingt ja schrecklich! Das scheinen ja chaotische Verhältnisse im Krankenhaus gewesen zu sein und die Schwestern waren ja ziemlich unfreundlich. Das geht gar nicht! So etwas sollte niemand erleben müssen.

Ich kann mich auch noch erinnern, wie wir den Zettel für die PDA ausfüllen mussten. Bzw. ich habe es gar nicht richtig mitbekommen, weil ich solche Schmerzen hatten. Hat letztlich mein Mann ausgefüllt und ich habe es irgendwie geschafft zu unterschreiben 😉

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shalely 12. April 2016 - 3:25

Ich selber habe keine Kinder und kann nur von meiner Freundin berichten. sie hatte die ganze Schwangerschaft über extreme Angst vor der Geburt, hat sogar über einen geplanten Kaiserschnitt nachgedacht. Sie meinte aber, dass die Geburt dann mit PDA doch nicht so schlimm war. Wahrscheinlich weil die Bedenken vorher so groß waren. Allerdings hatte sie auch große Atemprobleme während der Presswehen und hat irgendwann hyperventiliert.
An dem was du erlebst hast hätte ich wahrscheinlich auch noch länger zu knappern. Noch mal ganz viel Glück für euch 3.

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Diana 13. April 2016 - 23:27

Danke für deine lieben Worte! Freut mich, dass es deine Freundin so gut überstanden hat und es nicht so schlimm war, wie sie befürchtet hatte 🙂

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maya 12. April 2016 - 10:16

ein sehr schöner und ehrlicher Bericht! ich habe selbst 4 mal entbunden (ja, alle vom selben Mann). und die Geburt meiner grossen Tochter war ein schock für mich. ich bin mit den schmerzen und all dem drumherum um meinen Körper gar nicht zurecht gekommen! das Gefühl endlich mama zu sein kam ebenfalls erst etwas später, da ich meine maus nicht sofort halten konnte. die Geburt war auch für sie sehr anstrengend gewesen und sie lag ein paar tage auf der überwachungsstation.

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Diana 13. April 2016 - 23:32

Danke Maya für deinen Kommentar! Finde ich toll, dass du trotz der Erfahrungen bei der ersten Geburt noch drei weitere Kinder bekommen hast 🙂 Ich dachte ja ich würde mit den Schmerzen gut zurecht kommen. Hatte vorher ja auch die Nierenkolik und kannte schlimme Schmerzen also schon. Aber das war dann doch eine andere Hausnummer und ich war völlig geschockt, dass die Wehen schon so schnell in einem 1-Minuten Abstand kamen, wo ich doch noch Stunden vor mir hatte bis der Muttermund ganz offen ist. Dachte irgendwie immer, wenn der Abstand so kurz ist, wäre man schon ein gutes Stück voran geschritten bei der Geburt. Tut mir leid, dass deine Tochter erst einmal ein paar Tage auf der Überwachungsstation liegen musste. Ich ging auch davon aus, dass ich die Kleine nach der Geburt direkt auf die Brust bekomme. Aber sie wurde erst untersucht und etwas gesäubert. Durch meine tauben Beine war ich auch nicht in der Lage mich zu bewegen, mein Mann hat sich also vor mir gesehen.

Reply
Steffi 12. April 2016 - 11:06

Hallo Diana,
danke für seinen Geburtsbericht. Ich habe ihn mit Interesse gelesen obwohl ich sicher bin, kein Kind mehr zu wollen. Wir haben zwei, mein zweiter Sohn wurde vor acht Monaten geboren. Ich hatte beim ersten Sohn einen Kaiserschnitt, weil er falsch herum lag. Das war im Nachhinein furchtbar. Ich fand die Schmerzen schlimm und dass man sich quasi nicht bewegen kann aber dennoch einen Säugling versorgen muss. Für die zweite Geburt habe ich mir dann sehr eine Spontangeburt gewünscht. Diese musste jedoch eingeleitet werden, 10 Tage nach Geburtstermin. Ab der ersten Wehe klingen unsere Geburten ziemlich ähnlich. Die PDA war ein Traum und ich bin so froh, dass ich sie durchgesetzt habe. Manchmal habe ich da nämlich nicht so einen starken Willen und die Hebamme wollte sie mir schon ein bisschen ausreden.
Als ich dann auch eingeschlafen bin wurde ich ziemlich schnell wieder geweckt und mir wurde gesagt, dass sie einen Kaiserschnitt machen. Trotz der schlimmen Schmerzen vorher war das der schlimmste Moment für mich und ich habe angefangen zu weinen. Im Nachhinein war der Kaiserschnitt aber sehr wichtig, da während der Geburt meine Gebärmutter gerissen ist und unser Kleiner nur noch in der Fruchtblase lag. Den Kaiserschnitt selbst habe ich viel besser verkraftet und viel weniger Schmerzen gehabt als beim ersten Mal. Wahrscheinlich auch weil das Stillen direkt geklappt hat und ich nicht die Tapfere spielen wollte und alle Schmerzmittel genommen habe, die gehen, wenn man stillt :-).
Finde deinen Bericht echt gut, du sagst deutlich, dass man unglaubliche Schmerzen hat. Und das stimmt auch. Und gerade wundere ich mich selbst, dass es gar nicht schlecht ist, den Geburtsverlauf mal aufzuschreiben. Also danke für die Mini Therapie und viele Grüße
Steffi

Reply
Diana 13. April 2016 - 23:45

Dane Steffi für deinen lieben Kommentar! Tut mir leid, dass bei dir beides mal ein Kaiserschnitt nötig war. Nach der Geburt dachte ich ja, ich hätte lieber einen Kaiserschnitt gehabt. Aber das ist natürlich auch nicht ohne und man hört ja oft von Problemen danach. Ich war nach der Geburt auch nicht wirklich fit und konnte nicht viel machen. Ich denke man darf auch ruhig auf sein Recht auf eine PDA beharren und nach dem Kaiserschnitt Schmerzmittel nehmen. Da sollte man sich kein schlechtes Gewissen einreden lassen. Ich denke man hat auch ein Recht darauf zu sagen wie es wirklich war und muss es nicht beschönigen, nur weil es für andere nicht so eine traumatische Erfahrung war oder man zu hören bekommt, dass da ja alle durch müssen und andere Frauen auch Kinder bekommen haben. Nach der Geburt musste ich mir teilweise so etwas anhören. Eine Krankenschwester meinte sogar, ich sei etwas wehleidig, weil ich danach noch solche Schmerzen hatte (hatte sie anders verpackt, aber mein Mann und ich waren geschockt von ihren Sprüchen, die sie so rausgehauen hat).

Reply
Nur mal kurz gucken 12. April 2016 - 19:54

Liebe Diana,
vielen Dank für deinen ehrlichen Geburtsbericht. Das du vorerst nicht über ein weiteres Kind nachdenken möchtesf kann ich sehr gut verstehen. Die Geburt meines ersten Kindes war nicht so schön wie die meines zweiten Kindes. Es hat ca. zwei Jahre gedauert bis ich einen Gedanken an ein Geschwisterchen fassen konnte. Wurde bei dir auch der umstrittene Kristeller-Handgriff angewandt? Das fand ich ganz schlimm.
Alles Liebe
Nicole

Reply
Diana 13. April 2016 - 23:48

Liebe NIcole, es freut mich sehr, dass es beim zweiten Kind besser lief 🙂 Ja, ich denke das war dieser Kristeller Handgriff. Die Bezeichnung fiel zwar nicht, aber die Beschreibung passt. Das Pressen war eh schon extrem anstrengend und dann wurde dieser Handgriff eine gefühlte Ewigkeit immer und immer wieder angewandt und ich dachte wirklich, ich ersticke jeden Moment, weil mir das die letzte Atemluft nahm. Und dann soll man auch noch unter größter Kraftanstrengung pressen, wenn man sich fühlt als würde man gleich ersticken? Schrecklich.

Reply
Claudia 12. April 2016 - 20:58

Liebe Diana,
meine Erlebnisse bei der ersten Geburt waren Deinen sehr ähnlich, ich hatte das volle Hebammenprogramm, nur keine Pda….
Es war eindeutig nicht der schönste Tag in meinem Leben, auch für meinen Mann nicht.
Aber trotzdem kam nach gut anderthalb Jahren unser zweites Kind. Ich kam mir nicht mehr so hilflos vor und die Geburt verlief deutlich schneller. Das ist jetzt schon fast zwanzig Jahre her, aber Dein Bericht hat meine Erinnerungen wieder aufleben lassen.
Zwei schlechte Tage im Leben werden aber definitiv durch ein Leben mit Kindern belohnt und alle zuvor ach so wichtigen Dinge werden plötzlich gänzlich nebensächlich.
Ich wünsche Euch einen guten Start für ein Leben zu dritt, genießt die schöne Babyzeit, sie vergeht wie im Flug.
Liebe Grüße
Claudia

Reply
Diana 13. April 2016 - 23:54

Danke Claudia für deinen Erfahrungsbericht! Freut mich, dass die Geburt deines zweiten Kindes besser verlief. Das macht Mut 🙂 Du hast natürlich absolut recht. Gelohnt hat sich das Ganze allemal und das Leben mit Kind ist plötzlich völlig anders als das Leben zuvor. Ich freue mich sehr, dass ich diese Erfahrung in meinem Leben machen darf. Ich hoffe einfach, dass das Geburtserlebnis mit der Zeit immer weiter in die Ferne (und Vergessenheit) rückt. Das ist ja oft so im Leben: Am Ende erinnert man sich mehr an die guten Dinge. Jetzt mit einigen Monaten Abstand blicke ich auch schon ganz anders auf diese Erfahrung zurück als die ersten Wochen danach.

Reply
Shenja 13. April 2016 - 21:27

Vielen Dank für diesen ehrlichen Bericht. Ich habe zwar noch keine Kinder, mache mir aber auch viele Gedanken was die Geburt angeht. Mit körperlichen Schmerzen kann ich leider nicht so super umgehen und hoffe sehr, dass dennoch alles reibungslos abläuft ☺

Reply
Diana 13. April 2016 - 23:58

Danke Shenja für deinen Kommentar! 🙂 Ich dachte ja vorher, ich könne mit den Schmerzen gut umgehen, weil ich bis dahin schon heftige Schmerzen kennengelernt hatte. Aber letztlich verläuft es bei jedem anders. Ich dachte vorher, ich käme bestimmt ohne PDA aus. Zu diesem Zeitpunkt haben mir andere Mütter schon gesagt, sie würde darauf nicht verzichten wollen. Mit der PDA war es auch tatsächlich auszuhalten und ich konnte sogar noch etwas schlafen. Wäre die Kleine am Ende dann nach ein paar Presswehen schon da gewesen und hätte mich der Blutverlust nicht so umgehauen, hätte ich die ganze Geburt auch positiver in Erinnerung 🙂

Reply
Anjanka 14. April 2016 - 13:53

Ich fand es unerträglich unter der Geburt berührt zu werden. Tätscheln, Rücken streicheln usw während den Wehen.. da hätte ich ausrasten können. Bei beiden Kindern. 😉 Lediglich während der Presswehen habe ich Händedruck zugelassen, weil ich was zum zudrücken brauchte.
Liebe Grüße, Anjanka

Reply
TouchingTheRainbow 14. April 2016 - 18:53

Ich habe grad deine Snaps gesehen. Eigentlich hätte ich es nicht gelesen, schlichtweg weil ich Babycontent nur mäßig interessant finde.

Wenn du mit diesem Post auch nur EINER Frau geholfen hast, war es das richtige.
Lieber ein solcher Post, der ehrlich ist und jemanden hilft, als der hundertste Post über den niedlichen Zara Strampler oder die in den Ikea Rahmen gestellten Babyschuhe. Lass dich davon nicht fertig machen.
Gott, wie ich die Oberflächlichkeit dieser Szene manchmal verabscheue.

Reply
Mary 21. April 2016 - 15:54

Hallo liebe Diana,
Bei mir ist es bei weitem noch nicht soweit. Aber ich wünsche mir langsam und immer mehr ein Kind und für meinen Freund ist das ebenfalls so.
Ich muss nur langsam den Mut finden die Pille endgültig abzustellen. Den richtigen Zeitpunkt gibt es eben einfach nie.

Mir ist durchaus bewusst das alles sehr sehr schmerzhaft sein wird, und deshalb lese ich mir gerne negativ-Berichte durch, man will eben auf das schlimmste eingestellt sein, das lässt Plaz und genügend Freiraum für die Hoffnung dass es vielleicht gerade bei mir doch nicht so schlimm wie erwartet wird. Trotzdem ich leide und fühle mit dir, mich beschleicht ein komischer leichter Phantomschmerz in der Intimgegend… *puh*

Ich danke dir wirklich sehr für deinen ehrlichen Bericht. Mich würde noch so viel mehr interessieren….
Ich bin mir nicht sicher ob ich meinen Mann dabei haben wollen würde, nicht das er hinten umippt oder nachher ein Trauma hat…
Jedenfalls fand ich es sehr angenehm zu lesen, ich würde definitif auch hinterher darüber reden wollen…

Liebe Grüße
Mary

Reply
Sarah 27. April 2016 - 8:37

Hallo Diana,
vielen Dank für deinen ehrlichen Bericht!
Im Freundeskreis haben bzw. bekommen gerade viele Kinder und habe durch die verschiedene Geburten der Kinder einiges gehört (meine beste Freundin hat während der Geburt auch viel Blut verloren..bzw. hatte davor schon Probleme und musste etliche Tage vorher liegen..2 andere hatten eine super schnelle Geburt von 4-5St). Aber was ich eigentlich sagen wollte (auch zu dem einen Kommentar oben wegen Schmerzmittel und blöde Sprüche die ihr Mütter euch anhören musstet): ein Baby braucht eine Mutter und wenn die Mutter nicht fit ist dann wirkt sich wahrscheinlich nicht so positiv aufs Kind aus. Also ist doch die Einnahme von Schmerzmitteln, etc doch völlig legitim meiner Meinung nach.
Ich selbst hatte vor 16Jahren auch eine Darmkollik und dachte ich sterbe (davor nur 1-2mal echt heftige Regelschmerzen)..nach deinem Bericht habe ich eine bessere Vorstellung was bei einer Geburt auf mich zukommt. 🙂
Ja und der Schlaf vor der Geburt ist auch nicht zu unterschätzen, immerhin gibt er der Mutter Kraft. Von daher ist auch eine PDA und damit verbundenem Schlaf super fürs Laden der Akkus;-) 🙂
LG nach Karlsruhe

Reply
Donna 14. Juli 2016 - 12:35

Oje, tut mir Leid, dass du noch zusätzlich zu den „normalen“ Herausforderungen so viel mehr ertragen musstest! Umso besser, dass das bei euch mit dem Familienzimmer geklappt hat! Eigentlich wollten wir das auch, aber leider war nichts mehr frei…
Ich kann nur bestätigen, dass das Verarbeiten einer Geburt viel Zeit braucht. Ich hatte keine PDA und brauchte einige Zeit, um die Schmerzen zu vergessen. Nun erinnere ich mich aber eher nur noch an das Positive. Die Hormone, die einen das Negative vergessen lassen, haben bei mir also gut funktioniert *hehe*

Reply
Daniela 3. November 2017 - 20:41

Ca das selbe erlebt, noch dazu mit einer Saugglocke, nur ich hatte im nachhinein beinahe keinerlei Schmerzen und hatte tatsächlich ab dem mein Sohn auf meiner Brust gelegen hat, alle Schmerzen und Mühen „vergessen“. Dennoch hatte ich wahnsinnige Angst vor der zweiten Geburt! Die zweite fühlte wich dann an als wäre es meine erste, denn ich wusste ja von der Austreibungsphase der ersten nichts mehr. Unglaublich wie bewusst man ein Kind bekommen kann. Bei dir bestimmt dann genau so, also freu dich drauf!

Reply
Jennifer 15. November 2017 - 22:14

Oh je, als ich das gerade gelesen hab, Dachte ich nur, dieser Geburts Bericht könnte von mir sein. Nur ging voran noch eine komplette Woche Einleitung und nach der Geburt noch zwei weitere Wochen im Krankenhaus wegen Neugeborenengelbsucht sowie aufgehen der naht bei mir und erneutes nähen unter voll Narkose(DR 3). Ich finde, man wird noch solchen Geburten gar nicht richtig unterstützt. Ich fand auch nicht, dass direkt alles vergessen ist. Ich wurde fast 1 Std ohne Betäubung genäht, die pda kartusche war schon leer und man wollte nicht extra eine neue anhängen, und für eine lokale Betäubung fehlte die Zeit weil es so stark am bluten war. Deshalb konnte ich die ersten Momente mit meiner Tochter überhaupt nicht genießen bzw sind überhaupt nicht mehr präsent durch den Schmerz der mich so abgelenkt hat.
Danke für deinen Bericht, ich dachte ich wäre die einzige der es so ergangen ist;)
Alles gute für euch!

Reply
Diana 16. November 2017 - 9:55

Liebe Jennifer, vielen lieben Dank für dein Feedback! Und es tut mir sehr leid, dass du das erleben musstest. Das klingt wirklich schlimm. Ich finde auch, man sollte darüber sprechen. Denn vorher hört man ja immer: „Sobald du dein Kind in den Händen hältst, ist alles vergessen“. Das war bei mir und bei vielen anderen Frauen aber definitiv nicht so. Ich fühle mich auch immer noch nicht bereit das Ganze nochmal durchzumachen und denke es wird daher bei einem Kind bleiben 😉

Reply
Ina 20. März 2018 - 18:30

Ich möchte allen Mut machen, die eine eher unschöne erste Geburt hatten. Bei meiner ersten Geburt setzten die Wehen Freitagabend gegen 18 Uhr ein und am Sonntag um 21 Uhr war meine Tochter da. Also über 48 Stunden Wehen, über 60 Stunden keinen Schlaf, 25 Stunden davon verbrachten wir im Kreißsaal. Die körperliche Erschöpfung und Müdigkeit war unvorstellbar. Und auch danach ging es mir lange schlecht (Probleme mit der Naht, Wochenflussstau, Gebärmutterentzündung Wochenbettfieber). Trost war natürlich, dass die Mühe nicht umsonst war. Ich hatte ein wunderschönes gesundes Baby auf natürlichem Weg bekommen. Und ich weiß, es hätte noch viel schlimmer kommen können. Trotzdem hatte ich lange daran zu knabbern. Hab ich etwa, was falsch gemacht?
Und dann kam die zweite Schwangerschaft. Alle fragten mich, ob ich Angst habe nach der ersten schlechten Erfahrung. Aber die hatte ich nicht. Es kann ja eigentlich nur besser werden, dachte ich. Selbst mit 10 Stunden wäre ich total glücklich gewesen. Aber es kam viel besser. 10 Tage über dem errechneten Termin wurde mittels Wehencocktail eingeleitet. Als die Wehen endlich einsetzten, ging alles ganz schnell. Nach 1 1/2 Stunden war mein Sohn da. Natürlich war auch das kein Spaziergang. Aber man kann definitiv von einer „heilsamen“ Geburt sprechen. So konnte ich mit der ersten, nicht so tollen, meinen endgültigen Frieden schließen. 😉
Das wünsche ich auch allen anderen Mamas, die schlechte (erste) Erfahrungen gemacht haben.

Reply
Tanja 26. März 2018 - 22:03

Hey Diana, ich habe noch nie ein Kommentar hinterlassen, bis jetzt…
Das was du schreibst kann ich bei meiner ersten Geburt 1 zu 1 wieder spiegeln… ich hatte von der ersten Wehe bis zur letzten zwar „ nur „ 2:40 uhr aber dafür die Hölle im Kreissaal erlebt… meine wehen waren so stark und schmerzhaft das ich auch dachte ich ersticke und vom Personal wurde ich behandelt wie der letzte dreck zum schluss haben sie mich wie ein Hühnchen aufgeschnitten bis zum po und ein larken umgebunden und ihn mit aller Gewalt rausgedrückt ich hab einfach nur noch gepresst , obwohl ich keine Wehen mehr hatte nur damit der Horror aufhört… es hat mich tief berührt als du schriebst alle sagten einen wenn du dein baby erstmal im arm hälst dann ist alles vergessen… leider nicht … was ich dann die nächsten jahre erlebte war noch schlimmer.. postparte depressionen / konnte mich nicht mehr bewegen usw. Bis hin das mein exmann gegangen ist… ich hab immer gesagt niemals bekomme ich nochmal ein kind…. 6 jahre später…?
doch dann vor einen jahr wurde ich nochmal schwanger und hatte panisch angst vor dem danach… die Schwangerschaft verlief gut… als der Zeitpunkt näher zur Geburt rückte kriegte ich immer mehr Angst… hatte am 1.1.2018 stichtag lief noch drüber bis ich eines morgens mit ihm sprach ob er nicht heute lust hätte geboren zuwerdenu d schwubs hatte ich die erste wehe wo ich mir aber nicht sicher war ob richtige wehen waren oder nur senkwehen ab 14:08 h wusste ich das war jetzt die erste richtige dolle wehe… rief ganz entspannt meine hebamme an die auch ganz entspannt um 16 h eintruddelte und dann fuhren in ein anderes 64 km entfernte krankenhaus weil ich in dieses nicht mehr wollte … und hab noch gedacht eigentlich können wir auch zuhause bleiben , der kommt gleich ( mein neuer Partner wollte nur keine hausgeburt)wir fuhren los mussten anhalten ich riss mir meine Klamotten vom leib und dann nach 2-3 presswehen kam der kleine mann um 16:45h im Auto? unter ganz natürlichen Bedingungen! Es war eine wunderschöne Geburt mit meiner Hebamme gleichzeitig meiner Schwägerin von meinen ersten Sohn und eine meiner besten Freundin.. natürlich auch mit dem papa der vorne am steuer sass…und fix und fertig war… alles besser wie das krankenhaus wo ich mit meinem Ersten Sohn war… und es hat mich wieder gesund gemacht und ich liebe diesen so sonnenschein so sehr! Ich möchte dir mut machen das ein weiteres kind auch heilung sein kann und nicht so werden muss wie beim ersten kind…
Alles alles liebe für dich du bist mit sowas nicht alleine
Gewalt unter der Geburt suche das mal im internet ! Vg. Tanja

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Diana 27. März 2018 - 10:07

Danke liebe Tanja für deinen ehrlichen und ausführlichen Erfahrungsbericht! Ich finde es furchtbar zu lesen wie du im Krankenhaus bei der ersten Geburt behandelt wurdest. So etwas zu verarbeiten dauert sehr lange und es tut mir leid, was du danach noch alles durchmachen musstest. Ich denke mit deinen Erfahrungen zur zweiten Geburt machst du ganz vielen Müttern Mut sich auf eine zweite Schwangerschaft einzulassen. Es freut mich sehr für dich, dass deine zweite Geburt besser verlaufen ist, auch wenn die Umstände (im Auto) ja alles andere als optimal waren. Ich denke es war sicherlich sehr hilfreich so eine gute Hebamme, die gleichzeitig eine enge Vertraute ist, bei dir zu haben.

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