Home Allgemein Konzertbericht: The Megaphonic Thrift am 17.03.2012 in Schorndorf

Konzertbericht: The Megaphonic Thrift am 17.03.2012 in Schorndorf

by Diana
Vielleicht habt ihr es ja bei meinem Sonntagspost schon gelesen: Am Samstag war ich seit Ewigkeiten mal wieder auf einem Konzert. Genauer gesagt war es sogar das erste in diesem Jahr. Die norwegische Band „The Megaphonic Thrift“ sind am 17.03.2012 in der Manufaktur in Schorndorf aufgetreten und auch wenn mir die Band vorher nichts sagte, bin ich gerne mitgegangen. Denn wenn ein Konzert schon einmal an einem Samstag stattfindet, dann muss man mich nicht zweimal fragen.

Die vierköpfige Band aus Bergen in Norwegen veröffentlichte knapp ein Jahr nach ihrem Debüt im Februar ihr zweites gleichnamiges Album. Der perfekte Anlass für eine Deutschlandtour. Das erste was uns in Schorndorf aufgefallen ist: Die Band scheint doch noch relativ unbekannt zu sein, denn die Manufaktur war mit geschätzten 30 Gästen nur spärlich gefüllt. The Megaphonic Thrift sind laut und krachig, das neue Album weist im Vergleich zum Vorgänger aber auch poppigere Elemente auf. Die Band wird oft mit Sonic Youth, Built To Spill, Dinosaur Jr. und Guided By Voices verglichen. Somit erfinden sie zwar den Sound nicht gerade neu, es gibt aber durchaus schlechtere Referenzen, würde ich sagen.

Auch wenn das Konzert mit einer knappen Stunde inklusive Zugabe für meinen Geschmack etwas zu kurz geraten ist, hat mir der Auftritt insgesamt gut gefallen. Die Mischung aus alten und neuen Songs war relativ ausgewogen. Anfänglich gab es zwar ein paar kleine Probleme mit dem Sound und mehrere Ansagen Richtung Mischpult waren nötig, bis hier die richtige Einstellung gefunden war. Aber auch ein zwischendurch heruntergefallenes Mikrofon konnte die Band nicht aus dem Konzept bringen. Die vier wirkten insgesamt etwas reserviert, aber dennoch sympathisch und dem Sänger kam öfter ein freundliches „Danke“ über die Lippen.

 

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Nach dem Konzert durften noch die zwei Platten der Band mit nach Hause, wo wir dann feststellen durften, dass es sich bei dem neuen Album „The Megaphonic Thrift“ um weißes Vinyl handelt. Meinen Mann, den Schallplattensammler, hat’s gefreut!

Setlist 17.03.2012 
Manufaktur, Schorndorf

 

Neues
Raising Flags
The Guillotine
Acid Blues
Fire Walk With Everyone
Moonstruck
Talks Like A Weed King
Tune Your Mind
Sister Joan
Queen Of Noise
Interesse geweckt? 
Wer Gefallen an der Band gefunden hat, der hat noch die Möglichkeit die Band in Dresden, Berlin oder Hamburg zu sehen.
06.03. Köln – Gebäude 9
07.03. Münster – Gleis 22
17.03. Schorndorf – Manufaktur
20.03. München – Atomic Cafe
26.03. Dresden – Beatpol
27.03. Berlin – Privatclub
28.03. Hamburg – Molotow

 

Kennt ihr die Band zufällig? Bevorzugt ihr auch Konzerte am Wochenende oder macht euch selbst eine weitere Anreise unter der Woche nichts aus? Kauft ihr auch am liebsten Schallplatten und freut euch über farbiges Vinyl?

 

2 comments

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2 comments

Lisa Scandalous 20. März 2012 - 22:10

Die Setlist auf nen schnödes Blatt Papier geschrieben – i like 🙂

Klingt nach einem netten Abend. Wenn man nur vor so wenigen Leuten spielt kann ich verstehen, dass die Band sich nicht verausgabt und eine 2h-Show hinlegt, wobei ich auch immer etwas enttäuscht bin, wenn die Show nur so kurz ist.

Lustigerweise war ich noch nie in der Manufaktur, obwohl Schondorf ja gar nicht weit von hier ist.

Grundsätzlich ist es mir egal, wann Konzerte stattfinden.. mir sind sie eigentlich unter der Woche lieber – bei Hallen ab 1000 Leuten ist dann vor der Show weniger los und man muss nicht 2h früher kommen, um vorne zu stehen – das ist am Wochenende anders.
Meistens nehme ich mir dann sowieso frei oder Urlaub, denn auf Konzerten zu feiern ist mir noch ein bisschen wichtiger als Schminke, ich gebe dafür wirklich Unsummen aus und reise überall hin, um meine Lieblingsbands zu sehen.

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I_need_sunshine 21. März 2012 - 18:09

@Lisa Scandalous Hehe, wir nehmen uns auf Konzerten voll oft die Playlisten mit und haben schon eine ganze Zettelwirtschaft zusammen 😀

Stimmt auch wieder, vor 30 Leuten hat man vielleicht nicht so Lust, besonders lange zu spielen. Aber ich denke mir immer, ich kann ja auch nix dafür, dass so wenige Gäste gekommen sind 😀 Und wenn man auch vor wenigen Leuten eine tolle Show abliefert, dann spricht sich das vielleicht herum und nächstes mal kommen mehr Leute. Wobei ich jetzt nicht sagen würde, dass das Konzert aufgrund der Kürze nun schlecht war, im Gegenteil 😉

In Schorndorf war ich schon öfter auf Konzerten, du musst auch mal kommen, dann sehen wir uns vielleicht 😉 Mir sind meine Urlaubstage meist zu kostbar und ich nehme für ein Konzert nur frei, wenn es nicht anders geht 😀 Geld ging aber trotzdem schon einiges drauf für Konzerte, vor allem wenn man deswegen in ein anderes Land reist und gleich einen Kurzurlaub daraus macht, damit es sich lohnt 😉

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